
Anne Hathaway – warum wir die Schauspielerin lieben
FAMILIE, Medien, Menschen
"Der Teufel trägt Prada 2" ist gerade im Kino – doch Anne Hathaway hat noch viel vor und geht dabei ihren ganz eigenen Weg.
Gerade ist Anne Hathaway im zweiten Teil von „Der Teufel trägt Prada“ zu sehen. Doch schon kurz nach der Premiere verkündet die zweifache Mutter, dass sie jetzt erst einmal eine Pause braucht. Warum und ob das wirklich klappt, das verraten wir hier.
Anne Hathaway: Mehr als Andy Sachs
Es gibt Rollen, die einem Schauspieler auf ewig anhaften. Für Anne Hathaway ist das ganz bestimmt Andrea „Andy“ Sachs – die unscheinbare Journalismusstudentin, die in den Schlund der Modewelt geworfen wird und sich dabei fast selbst verliert. Zwanzig Jahre nach dem Kulthit Der Teufel trägt Prada kehrt Hathaway in der Fortsetzung zurück – mit großen, weltweitem Medienrummel.
Siebringt dabei eine neue Version von Andy Sachs mit: selbstbewusst, gereift und einer Miranda absolut gewachsen. Nie wieder wird sich Andy von dem Lippenkräuseln oder einem leicht zickig dahingesagten „Das ist alles!“ von Miranda aus dem Konzept bringen lassen – und wir lieben sie dafür.
Doch wer ist Anne Hathaway hinter der Leinwand? Eine Frau, die sich genauso konsequent neu erfunden hat wie ihre berühmteste Figur.

Die Schauspielerin: Von der Prinzessin zur Oscar-Preisträgerin
Mit der Hauptrolle in dem Kino-Blockbuster Plötzlich Prinzessin (2001) gelang ihr auf einen Schlag der Durchbruch in Hollywood. Doch das süße Prinzessinnenbild war Anne Hathaway schnell zu eng und viel zu uninspirierend. Mit Ang Lees Drama Brokeback Mountain (2005) spielte sie sich in eine ernstzunehmende Liga. Der Teufel trägt Prada folgte 2006, wurde schnell zum Kultfilm – und katapultierte die Schauspielerin endgültig in eine andere Kategorie.

Was danach kam, war keine bloße Fortsetzung des Erfolgsrezepts – das wäre ja wieder viel zu langweilig. Anne Hathaway stellte sich mutig schauspielerischen Herausforderungen: schwierige Rollen, unerwartete Projekte, und schließlich ein Oscar 2013 für Les Misérables. Heute zählt sie zu den vielseitigsten Schauspielerinnen Hollywoods, mit einem Werk das vom Superheldenfilm bis zum Kammerspiel reicht. Und sie ist immer wieder für Überraschungen gut.
Jetzt, mit 43 Jahren, ist sie dahin zurück gekehrt wo alles begann – aber diesmal geschieht alles zu ihren eigenen Bedingungen.
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Die Unternehmerin: Produzentin aus Überzeugung
Was viele nicht wissen: Anne Hathaway ist längst nicht nur Schauspielerin. Sie ist auch als Produzentin tätig und nutzt diese Rolle zunehmend, um Geschichten zu gestalten, die sie selbst auf der großen Leinwand sehen möchte. Der Film The Idea of You (2024), in dem sie die Hauptrolle spielte und den sie gleichzeitig produzierte, war ein bewusstes Statement: eine Liebesgeschichte über eine Frau Mitte 40, die sich neu verliebt. Die Botschaft: Das Leben ist immer für Überraschungen gut. Und sie selbst ist der beste Beweis dafür!

Hathaway hat in Interviews immer wieder betont, dass sie nicht darauf warten möchte, dass Hollywood ihr die Rollen schreibt, die sie interessieren. Sie schreibt sie sich lieber selbst und bringt sie als Produzentin auf die Leinwand: Female Empowerment im Filmbusiness.
Anne Hathaway und Vereinbarkeit: Familie und Weltkarriere
2016 kam Anne Hathaways erster Sohn Jonathan zur Welt, 2019 folgte ihr zweiter, Jack. Beide Kinder hält sie ganz konsequent aus der Öffentlichkeit heraus – eine bewusste Entscheidung, die sie mit vielen anderen Schauspielerinnen und Schauspielern teilt. Denn: Nichts ist wertvoller als das ungestörte Aufwachsen der eigenen Kinder.
Im Gespräch mit Vogue Australia gewährte Anne Hathaway jetzt dennoch einen seltenen Einblick ins Private: „Ich bin die ganze Nacht geflogen und saß dann mit meinen Kindern am Frühstückstisch.“ Pressetouren, Langstreckenflüge, Weltpremieren – und trotzdem pünktlich beim Frühstück. „So wie mein Zeitplan gerade ist, muss ich die Zeit mit meinen Kindern einfach priorisieren. So viel davon bekommen, wie ich kann.“
Seit 2008 ist sie mit dem Schauspiel-Kollegen Adam Shulman zusammen. Gegenüber dem Magazin „People“ schwärmte sie kürzlich: „Ohne meinen Mann hätte ich das, was ich erreicht habe, niemals geschafft.“
Tatsächlich kümmert sich Shulman ganz selbstverständlich um die Kinder, wenn Anne Hathaway bei Filmdrehs ist. „Er unterstützt mich voll und ganz. Gerade dieses Jahr war außergewöhnlich. Wir beide wissen, dass so etwas wohl nie wieder passieren wird. Und wie er sich in jeder Hinsicht für mich eingesetzt hat – er ist der außergewöhnlichste Mensch, den ich je kennengelernt habe.“
Happy Family. Dabei war es für die beiden gar nicht so einfach, diesen Traum einer Familie zu erfüllen. Mehr dazu könnt ihr hier nachlesen.
Was als nächstes kommt: Königin, Prinzessin – und noch viel mehr
Im Oktober 2026 erscheint mit Verity bereits das nächste große Filmprojekt. Und danach? Hathaway ist gegenüber Entertainment Weekly eindeutig: Sie möchte Plötzlich Prinzessin 3 als ihr nächstes großes Kinoprojekt angehen. Die Fortsetzung ist in Arbeit – Regisseurin Adele Lim steht in den Startlöchern, das Drehbuch wird noch verfeinert … Klingt für uns alles gut, aber eine offizielle Bestätigung steht noch aus.
Laut der „Film & TV Industry Alliance“ soll Plötzlich Prinzessin 3 Mia Thermopolis‘ Geschichte als Königin von Genovien fortsetzen – mit Themen wie weiblicher Selbstbestimmung und Mentorenschaft. Passender könnte das kaum sein für eine Frau, die gerade selbst vorlebt, was es bedeutet, sich neu zu erfinden – als Mutter, als Produzentin und als Schauspielerin, die selbstbestimmt ihren Weg geht und dabei überaus erfolgreich ist.
Dabei meinte Anne Hathaway kürzlich im Interview, dass sie nach diesem außergewöhnlichen Jahr erst einmal eine Pause bräuchte. Verstehen wir, haben aber Zweifel ob es wirklich klappen wird, bei dem Programm und den vielen Plänen, die Anne Hathaway gerade noch verwirklichen will. Wir dürfen gespannt sein …


