Hilfe, mein Baby hat sich verschluckt – Erste Hilfe für Kinder & Babys

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Das Baby ist auf Erkundungstour und inspiziert mal wieder jeden herumliegenden Gegenstand genauestens mit dem Mund – jedes Elternteil kennt dieses Szenario. Doch was, wenn das Kind plötzlich beginnt, unkontrolliert zu husten und sich die Lippen langsam bläulich färben? Jetzt ist schnelles und gezieltes Handeln gefragt, doch der letzte Erste-Hilfe-Kurs liegt womöglich Jahre zurück und überhaupt – was muss bei Babys und Kindern eigentlich zusätzlich beachtet oder sogar völlig anders gemacht werden?

Ersticken ist bis heute die häufigste unfallbedingte Todesursache bei Säuglingen. Gefährdet sind aber auch Kinder zwischen ein und vier Jahren. Allein zwischen 2009 und 2013 starben 197 Kinder durch Ersticken.

Gefahrenquellen ausmachen und vermeiden

Der statistisch gefährlichste Ort ist dabei das Bett. Kissen, dekorative Schnüre, Matratzenzwischenräume oder Spielzeuge können auf verschiedenste Arten zu Strangulationen, Verschlucken und Ersticken führen. Doch auch verschiedenste Gegenstände außerhalb des Bettes und viele Lebensmittel können zu lebensbedrohlichen Aspirationen führen.

Präventiv lohnt es sich, Gefahrenquellen weitgehend zu minimieren, den Boden also regelmäßig nach verschluckbaren Gegenständen abzusuchen, das Kind im eigenen Bettchen und im eigenen Schlafsack – am besten in Rückenlage und ohne Spielzeuge – schlafen zu lassen und beim Füttern von Lebensmitteln auf Kleinteile wie Nüsse und Kerne zu achten.

Den Moment des Verschluckens erkennen

Doch was, wenn es bereits zu spät ist? Woran bemerkt man eine Aspiration und was ist im Detail zu tun?

Eine Aspiration, also ein in die Lunge eingeatmeter Fremdkörper, macht sich häufig durch plötzliches Husten und Würgen bemerkbar. Gleichzeitig bekommt das Baby Atemnot oder hört im schlimmsten Fall sogar ganz damit auf. Bei genauem Hinhören kann man außerdem ein pfeifendes Atemgeräusch wahrnehmen und schon nach wenigen Minuten können sich aufgrund des Sauerstoffmangels die Lippen und Haut bläulich färben.

Das Kind hat sich verschluckt – so geht ihr jetzt vor

Jetzt sollten Eltern sehr aufmerksam sein und auf keinen Fall impulsiv mit den Fingern tief in den Rachen des Kindes fassen! Stattdessen sollte man sich an folgende Schritte halten:

  • Husten unterstützen
    Solange das Baby aktiv und effektiv hustet, muss es animiert werden, genau das weiter zu tun. Das Bewusstsein und die Atmung müssen dabei genauestens beobachtet werden.
  • Erste Handgriffe
    Falls das Kind ineffektiv hustet, das Husten also immer leiser, Atemprobleme deutlicher und eine beginnende Blaufärbung erkennbar wird, braucht es dringend Unterstützung. Babys sollten dazu in Bauchlage mit dem Kopf nach unten gehalten werden während der Kopf mit der Hand, z.B. am Kiefer, gestützt wird. Ältere Kinder können sich auch selbst im Sitzen vornüberbeugen. Mit dem Handballen werden dem Kind dann bis zu fünf kräftige Schläge auf die Mitte des Rückens zwischen die Schulterblätter gegeben. Sobald der Fremdkörper ausgestoßen wird und sich die Symptome des Kindes bessern, wird diese Hilfestellung abgebrochen.
  • Weitere Techniken im Ernstfall
    Wenn allerdings selbst nach fünf Schlägen keine Besserung eintritt, müssen je nach Alter des Kindes unterschiedliche Techniken der Oberkörperkompression befolgt werden. Bei Kindern über einem Jahr kann bereits das Heimlich-Manöver verwendet werden. Hierbei umfasst ein Elternteil das Kind von hinten und übt mit der Faust Druck auf den Oberbauch des Kindes aus. Dieses Manöver sollte man sich auf jeden Fall in einem Erste-Hilfe-Kurs zeigen lassen. Bei jüngeren Babys darf dieses Manöver noch nicht angewendet werden. Bei ihnen wird der Oberkörper wie bei der Herzdruckmassage in der Mitte des Brustbeins fünf Mal ruckartig eingedrückt. Sollte auch diese Maßnahme nicht zum Erfolg führen oder das Kind das Bewusstsein verlieren und aufhören zu atmen, muss sofort eine Reanimation eingeleitet und der Rettungsdienst verständigt werden!Dieser und viele andere Abläufe der Ersten Hilfe können zahllose vermeidbare Tode und Unfallfolgen bei Kindern und Babys verhindern, wenn sie selbstsicher, schnell und gekonnt angewandt werden. Doch der stressige Alltag mit einem Kind macht es einem nicht immer leicht, sich Zeit für einen Erste-Hilfe-Kurs zu nehmen.Aus diesem Grund haben es sich die beiden Kinderärzt*innen Dr. Snjezana Schütt und Olaf Conrad zur Aufgabe gemacht, einen flexiblen, umfangreichen und leicht verständlichen Online Videokurs zu erstellen, der optimal auf den Ernstfall vorbereitet und immer und überall abrufbar ist. Die Beiden erklären und zeigen in mehr als 40 HD-Videos mit Untertiteln und über 180min Laufzeit alles, was Eltern, Großeltern und Kinderbetreuer*innen über Erste Hilfe bei Kindern und Säuglingen wissen sollten. Eine einmalige Zahlung bietet neben lebenslangem Zugriff auf die Videos auch den gesamten Inhalt als hochwertiges eBook, sowie regelmäßig optionale und kostenlose Wissensauffrischungen per Mail. Der Kurs „Erste Hilfe am Kind und Säugling“ hilft zuverlässig dabei, Kinder präventiv richtig zu schützen, im Notfall wertvolle Zeit zu sparen, selbstsicher handeln zu können und nimmt die Angst, etwas falsch zu machen. Mit dem Rabattcode „LUNAMUM25“ werden bei der Buchung 25% vom Gesamtpreis abgezogen!

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