Menstruationszyklus verstehen: So beeinflusst er deine Chancen, schwanger zu werden

Menstruationszyklus verstehen: So beeinflusst er deine Chancen, schwanger zu werden

SCHWANGERSCHAFT, Wissen

Den eigenen Zyklus besser zu verstehen, kann helfen wenn man schwanger werden will. Was dabei wichtig ist und welche Signale man wie deutet.

28 Tage, Eisprung an Tag 14 und dazwischen läuft alles wie ein Uhrwerk? So einfach ist der Menstruationszyklus bei den meisten nicht. Die Länge kann von Frau zu Frau unterschiedlich sein und auch dein eigener Zyklus muss nicht jeden Monat exakt gleich lang sein.

Wenn du deinen Zyklus besser kennst, kannst du trotzdem einiges über deinen Körper erfahren. Besonders bei Kinderwunsch ist es hilfreich zu wissen, wann ungefähr der Eisprung stattfindet und an welchen Tagen die Chance auf eine Schwangerschaft am größten ist.

Wir erklären dir die vier Phasen des Zyklus, welche Körperzeichen auf deine fruchtbaren Tage hindeuten können und wie Zervixschleim, Basaltemperatur, Ovulationstests und Zyklus-Apps bei der Bestimmung des Eisprungs helfen können.

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Wie lange dauert ein Menstruationszyklus?

Der erste Tag deiner Periode ist gleichzeitig Tag 1 deines neuen Zyklus. Er endet am Tag vor Beginn der nächsten Menstruation. Oft ist von einem 28-Tage-Zyklus die Rede. Das ist jedoch eher ein Orientierungswert als eine Vorgabe für einen „normalen“ Zyklus. Auch kürzere oder längere Zyklen können völlig normal sein. Außerdem darf dein Zyklus schwanken. Stress, Erkrankungen, Reisen, Schlaf, Sport oder andere Faktoren können dazu beitragen, dass deine Periode einmal früher oder später einsetzt.

Interessanter als die magische Zahl 28 ist deshalb die Frage: Was ist für deinen Körper normal? Wenn du deinen Zyklus einige Monate beobachtest, bekommst du ein besseres Gefühl für deinen persönlichen Rhythmus.

Die vier Phasen des Zyklus

Während eines Menstruationszyklus verändert sich einiges im Körper. Vereinfacht lässt er sich in vier Phasen einteilen.

1. Menstruationsphase

Mit dem ersten Tag deiner Periode beginnt ein neuer Zyklus. Ist im vorherigen Zyklus keine Schwangerschaft entstanden, wird ein Teil der aufgebauten Gebärmutterschleimhaut abgestoßen und die Menstruationsblutung setzt ein.

2. Follikelphase

Während der Follikelphase entwickeln sich in den Eierstöcken Follikel, von denen normalerweise einer dominant wird. Darin reift eine Eizelle heran. Gleichzeitig steigt unter anderem der Östrogenspiegel. Die Gebärmutterschleimhaut baut sich wieder auf und bereitet sich auf eine mögliche Schwangerschaft vor.

Wie lange diese Phase dauert, kann variieren und genau deshalb findet der Eisprung nicht bei jeder Frau zuverlässig an demselben Zyklustag statt.

3. Eisprung

Vor dem Eisprung steigt der Östrogenspiegel deutlich an. Dadurch wird eine hormonelle Reaktion ausgelöst, bei der insbesondere das luteinisierende Hormon (LH) stark ansteigt. Dieser sogenannte LH-Peak löst schließlich den Eisprung aus. Die reife Eizelle verlässt den Eierstock und wird vom Eileiter aufgenommen. Dort kann sie nach dem Eisprung für eine relativ kurze Zeit befruchtet werden.

4. Lutealphase

Nach dem Eisprung entsteht aus dem zurückgebliebenen Follikel der sogenannte Gelbkörper. Er produziert vor allem das Hormon Progesteron. Progesteron sorgt dafür, dass die Gebärmutterschleimhaut auf eine mögliche Einnistung vorbereitet bleibt.

Kommt es nicht zu einer Schwangerschaft, bildet sich der Gelbkörper zurück. Die Hormonspiegel sinken, die Menstruation setzt ein und ein neuer Zyklus beginnt.

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Wann findet der Eisprung statt?

„Tag 14“ hält sich hartnäckig als Antwort auf diese Frage. Das trifft aber längst nicht auf jeden Zyklus zu. Bei einem 28-Tage-Zyklus kann der Eisprung ungefähr um den 14. Zyklustag stattfinden. Je nach Zykluslänge und individuellen Schwankungen kann er aber auch früher oder später erfolgen. Deshalb ist eine einfache Kalenderrechnung nur begrenzt geeignet, um den tatsächlichen Eisprung vorherzusagen.

Wer seinen Eisprung genauer eingrenzen möchte, kann zusätzlich Körperzeichen beobachten oder beispielsweise Ovulationstests verwenden.

Wann sind die fruchtbaren Tage?

Deine fruchtbare Zeit beschränkt sich nicht auf den Tag des Eisprungs. Eine Eizelle kann nach dem Eisprung ungefähr 24 Stunden befruchtet werden. Spermien können unter günstigen Bedingungen dagegen bis zu fünf Tage im weiblichen Körper überleben.

Daraus ergibt sich ein fruchtbares Fenster von ungefähr sechs Tagen: die fünf Tage vor dem Eisprung und der Tag des Eisprungs. Die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft ist dabei nicht an allen sechs Tagen gleich groß. Besonders günstig sind die Tage unmittelbar vor dem Eisprung. Wenn du schwanger werden möchtest, musst du also nicht versuchen, den Eisprung auf die Stunde genau zu treffen. Sex bereits in den Tagen davor kann zu einer Schwangerschaft führen.

Kann man direkt nach der Periode schwanger werden?

Ja, das ist möglich. Bei einem kurzen Zyklus kann der Eisprung relativ früh stattfinden. Da Spermien mehrere Tage im Körper überleben können, kann auch Sex kurz nach Ende der Menstruation zu einer Schwangerschaft führen. Deshalb lässt sich aus der Tatsache, dass die Periode gerade vorbei ist, nicht zuverlässig ableiten, dass eine Schwangerschaft ausgeschlossen ist.

Kann man während der Periode schwanger werden?

Auch das ist grundsätzlich möglich, wenn auch nicht an jedem Zyklustag gleich wahrscheinlich. Entscheidend ist wieder der Zeitpunkt des nächsten Eisprungs. Findet dieser früh statt und überleben Spermien nach dem Geschlechtsverkehr mehrere Tage, können sich Menstruation und fruchtbares Fenster zeitlich annähern beziehungsweise überschneiden.

Wer eine Schwangerschaft vermeiden möchte, sollte die Menstruation deshalb nicht automatisch als „sichere“ Zeit betrachten.

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Woran kann ich meinen Eisprung erkennen?

Manche Frauen bemerken rund um den Eisprung Veränderungen ihres Körpers, andere überhaupt nicht. Beides ist völlig normal. Es gibt allerdings einige Körperzeichen, die dir helfen können, deine fruchtbare Phase besser einzugrenzen.

Zervixschleim

Der Zervixschleim verändert sich im Laufe des Zyklus. Vor dem Eisprung wird er unter dem Einfluss von Östrogen häufig feuchter, klarer und dehnbarer. Oft wird seine Konsistenz mit rohem Eiweiß verglichen.

Diese Veränderung erleichtert Spermien den Weg durch den Gebärmutterhals und kann ein Hinweis darauf sein, dass die fruchtbare Phase begonnen hat. Nach dem Eisprung verändert sich der Schleim unter dem Einfluss von Progesteron wieder und wird typischerweise zäher.

Basaltemperatur

Nach dem Eisprung steigt die Basaltemperatur, also die morgendliche Aufwachtemperatur, leicht an. Ursache ist der erhöhte Progesteronspiegel.

Wenn du deine Basaltemperatur beobachten möchtest, misst du sie morgens direkt nach dem Aufwachen und möglichst noch vor dem Aufstehen unter vergleichbaren Bedingungen. Wichtig bei Kinderwunsch: Der Temperaturanstieg zeigt vor allem, dass ein Eisprung wahrscheinlich bereits stattgefunden hat. Die Methode sagt dir also nicht zuverlässig morgens voraus, dass du am selben Tag deinen Eisprung haben wirst.

Über mehrere Zyklen können Temperaturkurven aber dabei helfen, den eigenen Zyklus besser kennenzulernen.

Mittelschmerz

Einige Frauen spüren rund um den Eisprung ein Ziehen oder einen leichten Schmerz im Unterbauch. Dieses Phänomen wird als Mittelschmerz bezeichnet.

Nicht jede Frau hat ihn und auch bei derselben Frau muss er nicht in jedem Zyklus auftreten. Allein anhand des Mittelschmerzes lässt sich der Eisprung deshalb nicht zuverlässig bestimmen.

Veränderungen von Lust und Wohlbefinden

Manche Frauen berichten rund um die fruchtbaren Tage von mehr Lust auf Sex oder Veränderungen bei Energie und Stimmung. Solche Beobachtungen können Teil deines persönlichen Zyklusmusters sein. Sie sind allerdings keine zuverlässige Methode, um den Eisprung zu bestimmen.

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Ovulationstest: Kann ich damit meinen Eisprung bestimmen?

Ein Ovulationstest misst die Konzentration des luteinisierenden Hormons (LH) im Urin. Kurz vor dem Eisprung steigt der LH-Wert deutlich an. Ein positiver Test kann deshalb darauf hinweisen, dass der Eisprung bevorsteht.

Ovulationstests sind besonders bei Kinderwunsch praktisch, weil sie – anders als der Temperaturanstieg – bereits vor dem Eisprung einen Hinweis auf die bevorstehende fruchtbare Zeit geben können.

Allerdings bedeutet ein positiver LH-Test nicht mit absoluter Sicherheit, dass anschließend tatsächlich ein Eisprung stattfindet. Bei bestimmten hormonellen Besonderheiten können die Ergebnisse außerdem schwieriger zu interpretieren sein.

Wie zuverlässig sind Zyklus-Apps und Eisprungrechner?

Zyklus-Apps sind praktisch: Du kannst deine Periode dokumentieren, Symptome festhalten und dir einen Überblick über vergangene Zyklen verschaffen. Bei der Vorhersage des Eisprungs kommt es allerdings darauf an, welche Daten die App verwendet. Berechnet sie den Eisprung lediglich anhand der Länge vergangener Zyklen, bleibt das Ergebnis eine Prognose. Dein Körper hält sich schließlich nicht an einen App-Kalender und der Eisprung kann sich verschieben.

Apps, in die zusätzlich Körperzeichen wie Basaltemperatur oder Zervixschleim eingetragen und nach einer etablierten Methode ausgewertet werden, funktionieren anders als reine Kalender-Apps.

Wenn du eine Schwangerschaft vermeiden möchtest, solltest du dich deshalb nicht einfach auf die errechneten „grünen“ oder „unfruchtbaren“ Tage einer beliebigen Perioden-App verlassen, sondern zusätzlich verhüten.

Kinderwunsch: Welche Methode eignet sich, um die fruchtbaren Tage zu bestimmen?

Welche Methode zu dir passt, hängt davon ab, wie genau du deinen Zyklus beobachten möchtest.

Zervixschleim beobachten: Kann dir einen Hinweis darauf geben, dass deine fruchtbare Phase begonnen hat.

Basaltemperatur messen: Hilft vor allem dabei, einen stattgefundenen Eisprung rückblickend zu erkennen.

Ovulationstests: Erfassen den LH-Anstieg und können darauf hinweisen, dass der Eisprung bevorsteht.

Zyklus-App: Praktisch zum Dokumentieren, aber eine reine Kalenderberechnung kann den Eisprung nicht zuverlässig vorhersagen.

Symptothermale Methode: Kombiniert insbesondere die Beobachtung von Zervixschleim und Basaltemperatur nach festen Regeln.

Gerade wenn du deinen Zyklus erstmals beobachtest, musst du daraus kein tägliches Wissenschaftsprojekt machen. Oft hilft es schon, über einige Monate aufzuschreiben, wann deine Periode beginnt und welche Veränderungen dir rund um den Zyklus auffallen.

Wie dein Alltag den Mentruationszyklus beeinflusst

Wie schon erwähnt, läuft der Zyklus nicht isoliert vom Rest deines Körpers ab. Verschiedene körperliche und äußere Faktoren können ihn beeinflussen.

Dazu gehören beispielsweise:

  • starker oder länger anhaltender Stress
  • Erkrankungen
  • Veränderungen von Schlaf- und Tagesrhythmus
  • sehr intensive körperliche Belastung (auch vom Sport)
  • starke Gewichtsveränderungen
  • eine dauerhaft sehr geringe Energiezufuhr
  • bestimmte Medikamente
  • hormonelle Veränderungen

Deshalb muss ein Zyklus, der einmal aus der Reihe tanzt, noch kein Grund zur Sorge sein. Wenn sich dein Zyklus allerdings über längere Zeit deutlich verändert, sehr unregelmäßig wird oder die Menstruation ausbleibt, solltest du das unbedingt ärztlich abklären lassen.

Menstruationszyklus
Der Lebensstil kann den Zyklus und damit die Fruchtbarkeit beeinflussen.

Unregelmäßiger Menstruationszyklus: Was kann dahinterstecken?

Unregelmäßige Zyklen können viele Ursachen haben. Nicht immer steckt eine Erkrankung dahinter. Es gibt aber einige gesundheitliche Faktoren, die den Eisprung und den Menstruationszyklus beeinflussen können. Wir haben die wichtigsten aufgelistet

PCOS

Das polyzystische Ovarialsyndrom (PCOS) ist eine häufige hormonelle Störung. Typisch können seltene oder ausbleibende Eisprünge und dadurch unregelmäßige Menstruationen sein. Bei manchen Betroffenen sind außerdem bestimmte Androgene erhöht. Mögliche Anzeichen können beispielsweise Akne oder eine verstärkte Körperbehaarung sein.

Die Symptome sind allerdings individuell unterschiedlich. PCOS lässt sich deshalb nicht anhand eines einzelnen Zyklusmerkmals selbst diagnostizieren, sondern braucht immer eine ärztliche Abstimmung.

Schilddrüse

Auch Störungen der Schilddrüsenfunktion können Auswirkungen auf Menstruationszyklus und Eisprung haben. Wenn aufgrund deiner Beschwerden oder Vorgeschichte ein Verdacht besteht, kann deine Ärztin oder dein Arzt entsprechende Blutwerte untersuchen.

Prolaktin

Ein ungewöhnlich hoher Prolaktinspiegel kann ebenfalls den Eisprung beeinflussen und zu Zyklusstörungen führen. Auch hier gilt: Ob eine Untersuchung sinnvoll ist, hängt von den individuellen Beschwerden und der medizinischen Vorgeschichte ab.

Endometriose

Endometriose kann die Fruchtbarkeit beeinträchtigen, obwohl der Zyklus regelmäßig sein kann. Mögliche Anzeichen sind unter anderem starke Regelschmerzen, Schmerzen beim Sex oder andere zyklusabhängige Beschwerden. Allerdings sind die Symptome sehr unterschiedlich ausgeprägt.

Starke Schmerzen während der Periode sind nichts, was du einfach aushalten musst. Sprich darüber mit deiner Frauenärztin oder deinem Frauenarzt.

Bedeutet ein regelmäßiger Zyklus automatisch, dass ich fruchtbar bin?

Nein. Ein regelmäßiger Menstruationszyklus ist zwar häufig ein Hinweis darauf, dass Eisprünge stattfinden, sagt aber nicht automatisch alles über die Fruchtbarkeit aus. Damit eine Schwangerschaft entsteht, müssen viele Voraussetzungen zusammenspielen. Neben Eisprung und Eizelle spielen beispielsweise Eileiter und Gebärmutter sowie die Qualität der Spermien eine Rolle.

Und damit ist auch ein wichtiger Punkt gesagt, den man nicht oft genug wiederholen kann:
Ein unerfüllter Kinderwunsch ist kein reines Frauenthema.

Wenn eine Schwangerschaft länger auf sich warten lässt, können die Ursachen bei der Frau, beim Mann, bei beiden liegen oder trotz Untersuchungen zunächst ungeklärt bleiben.

Zyklus Menstruationszyklus

Wann sollte ich bei Problemen mit dem Menstruationszyklus zur Ärztin oder zum Arzt?

Nicht jede Zyklusschwankung muss untersucht werden. Wenn deine Periode aber über längere Zeit ausbleibt, deine Zyklen auffällig unregelmäßig werden oder du starke beziehungsweise ungewöhnliche Beschwerden hast, solltest du mit deiner Frauenärztin oder deinem Frauenarzt darüber sprechen. Das gilt auch, wenn bereits eine Erkrankung bekannt ist, die Zyklus oder Fruchtbarkeit beeinflussen kann.

Bei Kinderwunsch wird grundsätzlich empfohlen, eine mögliche Fruchtbarkeitsstörung abklären zu lassen, wenn trotz regelmäßigem ungeschütztem Geschlechtsverkehr innerhalb von zwölf Monaten keine Schwangerschaft eingetreten ist.

Ab einem Alter von 35 Jahren wird eine Abklärung bereits nach etwa sechs Monaten empfohlen. Bei bekannten Risikofaktoren oder bestimmten Beschwerden kann es sinnvoll sein, deutlich früher ärztlichen Rat einzuholen.

Wichtig: Da die Fruchtbarkeit beide Partner betrifft, gehört bei einer entsprechenden Abklärung gegebenenfalls auch die Untersuchung des Partners dazu.

Häufige Fragen zu Menstruationszyklus und Eisprung

Ist ein Zyklus von 30 Tagen normal?

Ja, ein Zyklus muss nicht genau 28 Tage dauern. Auch längere oder kürzere Zyklen können normal sein. Entscheidend ist unter anderem, wie sich dein persönlicher Zyklus über längere Zeit verhält.

Ist der Eisprung immer an Tag 14?

Nein. Tag 14 ist lediglich ein häufig verwendetes Beispiel für einen 28-Tage-Zyklus. Der tatsächliche Zeitpunkt des Eisprungs kann früher oder später liegen und sich auch von Zyklus zu Zyklus verschieben.

Wie viele Tage im Zyklus bin ich fruchtbar?

Das fruchtbare Fenster umfasst pro Zyklus ungefähr sechs Tage: die fünf Tage vor dem Eisprung und den Tag des Eisprungs. Das liegt daran, dass Spermien mehrere Tage im Körper überleben können, während die Eizelle nach dem Eisprung nur relativ kurze Zeit befruchtungsfähig ist.

Wann ist die Chance auf eine Schwangerschaft am größten?

Besonders hoch ist die Wahrscheinlichkeit in den Tagen unmittelbar vor dem Eisprung. Wer schwanger werden möchte, muss deshalb nicht ausschließlich den exakten Eisprungtag treffen.

Kann ich einen Eisprung haben, ohne etwas davon zu merken?

Ja. Nicht jede Frau spürt den Eisprung. Auch Mittelschmerz oder auffällige Veränderungen des Wohlbefindens treten nicht bei jeder Frau auf.

Kann ich meine fruchtbaren Tage nur anhand der Zykluslänge berechnen?

Du kannst sie damit grob schätzen. Eine reine Kalenderberechnung kann den tatsächlichen Eisprung aber nicht zuverlässig vorhersagen, weil er sich verschieben kann.

Zeigt die Basaltemperatur den Eisprung an?

Nach einem Eisprung steigt die Basaltemperatur typischerweise leicht an. Der Temperaturanstieg hilft deshalb vor allem dabei, einen bereits erfolgten Eisprung rückblickend zu erkennen.

Kann man während der Periode schwanger werden?

Ja, das ist möglich. Bei einem frühen Eisprung und entsprechend lange überlebenden Spermien kann auch Geschlechtsverkehr während oder kurz nach der Menstruation zu einer Schwangerschaft führen.

Zyklus Menstruationszyklus

Deinen Menstruationszyklus kennenlernen ohne dich unter Druck zu setzen

Zervixschleim beobachten, Temperatur messen, Ovulationstests machen und jeden Wert in eine App eintragen: Wer einen Kinderwunsch hat, kann schnell das Gefühl bekommen, den eigenen Körper permanent kontrollieren zu müssen. Du musst aber nicht jedes Zeichen deines Zyklus analysieren.

Wenn es dir hilft, kannst du deinen Zyklus beobachten und dadurch deinen persönlichen Rhythmus besser kennenlernen. Gerade bei Kinderwunsch können Zervixschleim, Ovulationstests oder andere Methoden dabei helfen, die fruchtbare Zeit einzugrenzen. Und wenn dein Zyklus nicht lehrbuchmäßig 28 Tage dauert? Auch das ist zunächst einmal kein Grund zur Beunruhigung. Körper funktionieren nicht nach Kalender und genau deshalb lohnt es sich, den eigenen kennenzulernen.