Mit Wohnmobil und Kind durch Europa: Auf nach Frankreich

FAMILIE, Reise

Loreen, Matze und Tochter Tilli (2) nehmen uns in diesem Sommer mit auf ihre dreimonatige Reise in ihrem Wohnmobil Elton. Ziel: Unbekannt! Wir haben unter anderem schon berichtet, wie die Familie an die Ostsee und nach Dänemark fuhr. Dieses Mal geht es nach einem kurzen Abstecher in die Heimat weiter nach Frankreich.

Text und Fotos: Loreen Hinz

Wir fahren an der Ostseeseite Dänemarks zurück und lassen diese nach einem Zwischenstop an einer Marina bei Mariager am hübschen, aber wenig spektakulären Mariagerfjord auch recht schnell hinter uns. Das Wetter ist mittlerweile trüb und regnerisch. Ideales Autofahrwetter. Wir fahren für zwei Tage wieder nach Rømø, zum Duschen und Sonne genießen. Auf der Weiterreise halten wir an dem großen, der Insel vorgelagerten Watt. Es ist gerade Ebbe und Tilli bestaunt das große Schlammfeld, kleine Krebse und Muscheln.

Für Kinder ist das Wattenmeer eine wahre Fundgrube

 

Wir rauschen mit Zwischenstop zurück nach Leipzig, wo ich zwei Tage eine kommende Ausstellung vorbereite. Unsere 65 Quadratmeter kommen uns plötzlich riesig vor und wir genießen den Luxus von warmem Wasser, einer Geschirrspülmaschine, dem Toaster, unserem Bett, einer richtigen Toilette.
Kaum bin ich fertig mit Arbeiten, werden die Sachen gepackt und wir fahren weiter – Richtung Frankreich! Wir wollen die französische Kanalküste und die Normandie unsicher machen. Da Matze und ich während unseres Jahrestrips bereits diesen Landstrich erkundeten, kennen wir schon etliche schöne und spannende Plätze, die wir wieder ansteuern wollen.
Da wir erst am Nachmittag losfahren, kommen wir nicht weit und übernachten direkt am Fuß des Kyffhäuserdenkmals auf einem einsamen Parkplatz. Am kommenden Morgen erkunden wir die Überreste der Burg und wandeln auf dem Feengrottenweg. Noch sind keine Touristen da, wir haben die ganze Anlage für uns und Tilli hat Riesenspaß dabei, über die Mauerreste zu klettern und die Ruinen auf eigene Faust zu erkunden.

Tilli geht in der Burgruine neugierig auf Erkundungstour

 

Den restlichen Tag über verbringen wir auf der Autobahn, schlängeln uns durch den Ruhrpott und steuern zum Übernachten den Krickenbecker See bei Nettetal direkt vor der niederländischen Grenze an. Wir parken auf einem Restaurantparkplatz, einsam und ruhig gelegen. Tilli und ich spazieren zum See und mein Mädchen bricht in quietschige Begeisterung aus, als sie die Enten sieht, die zum Ufer kommen und die sie gern fangen und streicheln möchte.

Fangen und streicheln lassen sich die Enten leider nicht – sie werden viel lieber gefüttert

 

Wir brausen weiter auf der Autobahn, rollen mit rasanten 90km/h in den Niederlanden ein, vorbei an Eindhoven und am belgischen Antwerpen, das Wetter ist sehr wechselhaft. Elton schluckt standhaft Kilometer um Kilometer, immer im Windschatten der großen LKW, und auch Tilli ist unglaublich geduldig ob der langen Fahrten der letzten Tage.

So lange Autofahrten machen ganz schön hungrig: Tilli genießt die Mittagspause an der Raststätte

 

Bonjour! An Calais vorbei fahren wir an der Küste entlang und finden kurz vor Audresselles in der Nähe von Cap Gris-Nez einen kleinen Strandparkplatz. Er liegt direkt an der Straße und ist tagsüber ziemlich laut. Tilli klettert über die großen Steine, spielt in kleinen Meerwasserpfützen und erklettert die Steilküste. Ein schöner Sonnenuntergang beendet diesen anstrengenden Teil der tagelangen Fahrten unserer Reise. Bon nuit Frankreich!

Schönes Farbenspiel am Himmel über Audresselles

Hier findet ihr alle Reiseberichte aus dieser Serie.

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