Mit Wohnmobil und Kind durch Europa: Ein freudiges Wiedersehen

FAMILIE, Reise

Loreen, Matze und Tochter Tilli (2) nehmen uns in diesem Sommer mit auf ihre dreimonatige Reise in ihrem Wohnmobil Elton. Ziel: Unbekannt! So langsam neigt sich die Reise dem Ende zu, bevor es ans Abschiednehmen geht, steht der Familie, die mittlerweile im äußersten Westen Frankreichs angekommen ist, aber eine freudiges Wiedersehen bevor.

Text und Bilder: Loreen Hinz

Wir nehmen Kurs auf die kleine Halbinsel Presqu’île de Crozon südlich von Brest und fahren zu einem beliebten Surferspot unweit von Cap Dinan, wo wir Jasper, Mariam und und die achtjährige Lotte besuchen möchten, die wir kurz zuvor auf unserer Reise kennengelernt haben. Das Wetter ist sommerlich, die Straßen auf der Halbinsel teilweise abenteuerlich. Die Hamburger Familie steht an einem breiten, abgelegenen Strand inmitten von heidebewachsenen Klippen und spannenden Felsformationen am Strand, wo sich bei Ebbe kleine Teiche bilden, in denen die Kinder Krebse und Shrimps fangen. Tagsüber ist die Bucht gut frequentiert, bei Sonnenuntergang wird sie leer und still. Wir verbringen ein paar entspannte Tage mit der kleinen Familie mit Strandspaziergängen, Keschern, Gesprächen und Sternegucken. Tilli und Lotte spielen zusammen, als würden sie sich ewig kennen. Der Abschied am dritten Tag fällt schwer, vor allem für mein kleines Mädchen. Sie bekommt von Mariam ihr erstes Armband geschenkt.

Da haben sich zwei gefunden: Tilli und Lotte sind unzertrennlich

 

Es ist trüb und der Masterplan war, nach Huelgoat im Inland zu einem Zauberwald zu fahren. Da es aber die ganze Zeit regnet und ein Ausflug in den Wald bei Regen wenig Spaß macht, essen wir einen schlechten, fettigen Crêpe und rollen weiter, zurück zum Campingplatz Cap Frehel. Nach dem Ankommen fahren wir zum Fort La Latte, einer Burg aus dem 10. Jahrhundert und erkunden mit Tilli die engen Wendeltreppen, die düsteren Räume, das zugige Dach und die große Kanone.

Die Burg „Fort la Latte“ ist für Groß und Klein ein Erlebnis

 

Am nächsten Tag kommen Jasper, Mariam und Lotte auch wieder zum Campingplatz und wir verbringen zwei weitere Tage zusammen.
Anschließend starten wir einen zweiten Versuch Richtung Inland, wir wollen uns das Tal der Orne anschauen. Leider ist diese angepriesene Natursehenswürdigkeit weder für mich als Mittelgebirgskind noch für Matze als Küstenkind so spannend wie erwartet. Wir schauen uns noch den beeindruckenden Roche d’Oëtre an, einen Felsen, bei dem es 100 Meter steil in die Tiefe geht und von dem aus man einen guten Ausblick auf das bewaldete Umland hat. Dennoch sind wir von diesem Landstrich ein wenig enttäuscht und starten am späten Nachmittag die strapaziöse Weiterreise nach La Mailleraye an die Seine, wo wir direkt am Fluß übernachten.

Wer den Ausblick vom Felsen Roche d’Oëtre genießen möchte, sollte schwindelfrei sein

 

Am nächsten Tag schauen wir uns die spektakuläre Ruine der Abtei von Jumièges an. Es ist sehr warm und Tilli cruist mit ihrem Laufrad durch die Überreste des Kirchengebäudes und den angrenzenden Park. Mit den riesigen Pfeilern und den tunnelartigen Gängen ist das wie ein großer Spielplatz für sie. Matze und ich schauen uns dann noch im Schlößchen auf dem Gelände eine Fotoausstellung an, immer im Laufschritt,  denn Tilli rennt voran durch alle Räume.

Von der Abtei Jumièges, die einst eines der größten Klöster Frankreichs war, stehen heute nur noch Ruinen

 

Aufgrund des drückenden Wetters beenden wir unseren Inlandsausflug vorzeitig und fahren wieder ans Meer, nach Veulettes-sur-Mer, eingebettet zwischen weißer Alabastersteilküste, wo wir noch ein bisschen Strand und Seeluft genießen. Außerdem erleben wir hier wieder Geschichte zum Anfassen: Auf dem Wanderweg auf die Klippen ist Tilli ganz begeistert von den vielen ‚Bunkers‘.
Die nächsten Tage verbringen wir bei – wie Matze es nennt – ‚urigem Küstenwetter‘ in Criel sur Mer und am Cap Hourdel, wo wir wegen einer Bombensprengung evakuiert werden, bevor wir die Autobahn zum Ursprungstal der Maas nördlich von Charleville-Mezieres nehmen und vielleicht noch ins Moseltal weiterfahren wollen. Wir nennen es nicht Rückweg, sondern ‚Weiterreise Richtung Osten‘.

Schautafeln informieren über die Geschichte des Bunkers

Hier findet ihr alle Reiseberichte aus dieser Serie.

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