Mut zur Selbständigkeit: Inspirierende Geschichten von Female Founders

Mut zur Selbständigkeit: Inspirierende Geschichten von Female Founders

Job, Menschen, MUM

Was braucht es, um erfolgreich zu gründen? Und was treibt Female Founders an? Vor allem natürlich die Tatsache, dass sie Job und Familie so besser vereinbaren können. Und natürlich, weil sie an eine Idee glauben und diese unbedingt umsetzen wollen. Wir haben vier Gründerinnen nach ihrem mutigen Weg in die Selbstständigkeit gefragt und uns Tipps von ihnen geholt.

Immer mehr Frauen entscheiden sich dafür, ihre eigenen Ideen von einem Business zu verwirklichen und damit den mutigen Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen. Doch der Weg zur Gründung ist selten geradlinig: Er fordert Selbstvertrauen, Durchhaltevermögen und oft auch das Überwinden gesellschaftlicher Erwartungen. Doch es kann unglaublich inspirierend sein, im eigenen Unternehmen nicht nur eine Geschäftsidee zu verwirklichen, sondern auch eine Philosophie zu leben, die den eigenen Werten entspricht was Vereinbarkeit und Work-Life-Balance betrifft.

Gruenderinnen
Laut Female Founders Monitor der Bertelsmann Stiftung haben 2025 weniger Frauen gegründet als in den Jahren davor.

Tatsächlich aber gründen in Deutschland noch immer weniger Frauen als Männer. So verzeichnet der Female Founders Monitor 2025 der Bertelsmann Stiftung sogar erstmals einen Rückgang der Gründungen. Nachdem der Wert fünf Jahre in Folge kontinuierlich gestiegen war, liegt er jetzt nur noch bei 18,8 %. „Die Zukunftsfähigkeit eines Landes hängt daher entscheidend davon ab, das gesamte Potenzial an Gründer:innen zu mobilisieren. Vor diesem Hintergrund ist es alarmierend, dass Frauen im Startup Ökosystem nach wie vor massiv unterrepräsentiert sind. Ihr Anteil unter den Startup-Gründenden liegt in Deutschland bei nur 19 Prozent und ist sogar leicht rückläufig“, heißt es im Female Founders Monitor.

Da auch Role Models als ein wichtiger, positiver Einfluss für weibliche Gründerinnen genannt werden, stellen wir euch hier vier Frauen vor, die ihre Idee erfolgreich in ein Geschäftsmodell umgewandelt haben.

Die Gründungsidee: Nahrungsergänzungsmittel für Frauen

Lea Lange hat in Hamburg ihre Firma Lunary gegründet, die hochwertige Nahrungsergänzungsmittel speziell für Frauen vertreibt. Zuvor hatte sie in Berlin das StartUp Junique betrieben. Sie hat zwei Söhne und lebt in Hamburg.

Lea, du bist erfahrene Gründerin. Nach Juniqe, das ihr inzwischen verkauft habt, ist ist Lunary nun bereits dein zweites Unternehmen. Was sind die drei wichtigsten Tipps, die du Frauen, die gründen wollen, geben würdest?

Lea Lange: Meine drei Tipps als erfahrene Gründerin sind folgende:

  • Es gibt nicht die perfekte Lebensphase für eine Gründung. Darum sollte man sich auch nicht davon abschrecken lassen, wenn man gerade kleine Kinder hat. Heute habe ich viel mehr Erfahrung und ein besseres Netzwerk, gleichzeitig gibt mir die Selbstständigkeit Flexibilität und ich kann mir meine eigenen Strukturen schaffen
  • Ich würde immer empfehlen im Team zu gründen: geteiltes Leid ist halbes Leid, außerdem ist man im besten Falle sehr komplementär in seinem Skillset. Ich habe bei LUNARY alleine gegründet, bei Juniqe waren wir zu Dritt. Ich hätte nie gedacht, dass ich es als eine solche Belastung empfinden würde, keine Mitgründerin zu haben. Seit ein paar Monaten habe ich eine Mitgründerin und bin jeden Tag glücklich über die Entscheidung.
  • Trust the Process: man überschätzt, was man in 12 Monaten erreichen kann und unterschätzt, was man in 3 Jahren erreichen kann. Manche Dinge brauchen einfach. Auch wenn ich mir das regelmäßig sagen muss, da ich ein sehr ungeduldiger Typ bin.
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Lea Lange hat bereits ihr zweites Unternehmen gegründet: Lunary, ein Start-up für Nahrungsergänzungsmittel.

Warst du immer schon ein mutiger Typ? Denn zum Gründen gehört auch eine gewisse Risikobereitschaft. Woher kam deine Motivation, dein erstes Unternehmen mit Mitte 20 zu gründen?

Ich bin schon sehr risikobereit. Ich weiß noch, dass ich bei meiner ersten Gründung nicht einmal darüber nachgedacht habe, dass es eine mutige Entscheidung war mit 24 zu gründen. Das wurde dann eher von Außen an mich ran getragen. Ich denke da eigentlich gar nicht so drüber nach, sondern sehe etwas, was man besser machen kann und mache es dann einfach. Ich konzentriere mich vorallem auf den Prozess und denke nicht, was wäre wenn es nicht klappt. Denn auch dann wird man eine Menge gelernt haben.

Bei Juniqe warst du noch kinderlos, inzwischen bist du zweifache Mama. Was war anders bei der Gründung von Lunary?

Ich bin natürlich in einer ganz anderen Lebensphase. Bei meiner ersten Gründung war ich 24 Jahre alt, bei der Gründung von Lunary waren meine Kinder eineinhalb und 3 Jahre alt. Der größte Unterschied war für mich, dass Zeit einen ganz anderen Wert hatte. In den ersten 3 Jahren von Juniqe habe ich Tag und Nacht gearbeitet, abends spät und jedes Wochenende. Das geht mit zwei kleinen Kindern natürlich nicht mehr. Nicht nur, dass ich auch Zeit mit meinen Kindern verbringen möchte, ich habe auch nicht mehr die Energie wie mit Mitte zwanzig und brauche mehr Auszeiten und Zeit für mich, Sport und Bewegung. Das Schöne am Selbstständig sein ist aber, dass man es sich alles so bauen kann, wie es für einen am besten passt. Ich setzte mich kaum noch abends hin, arbeite aber jedes Wochenende ein paar Stunden während mein Mann mit den Jungs Ausflüge macht.

Lunary bietet hochwertige Nahrungsergänzungsmittel für Frauen an, die auf deren Bedürfnisse abgestimmt sind. Wie ging es dir während und nach deinen Schwangerschaften? War es auch eine persönliche Entscheidung, in diesem Bereich aktiv zu werden?

Ich war in meiner ersten Schwangerschaft total überfordert und fand es sehr herausfordernd zu verstehen, welche Inhaltsstoffe ich brauche, in welchen Dosierungen und was eine gute Marke ist. Ein Glück hatte ich eine gute Hebamme, die mich toll beraten hat. Ich musste dann leider ab der 27. Woche im Krankenhaus liegen, weil ich starke Wehen hatte und mein erster Sohn war ein Frühchen. Das war das erste Mal, dass ich mit meiner eigenen Gesundheit in Kontakt gekommen bin. Die Erfahrung meiner ersten Schwangerschaft waren der Anstoß, etwas im Frauengesundheitsbereich zu machen und eine Marke im Nahrungsergänzungsmittelbereich zu gründen, die hochwertige Produkte speziell für die besonderen Bedürfnisse von Frauen anbietet, gleichzeitig aufklärt und Transparenz schafft.

Was ist dir bei deiner Firmenphilosophie besonders wichtig?

Unsere Vision ist es, Produkte anzubieten, die speziell auf die besonderen Bedürfnisse von Frauen abgestimmt sind und eng mit der Wissenschaft entwickelt worden sind. Außerdem ist uns wichtig, dass wir auch darüber hinaus Verantwortung übernehmen: Wir verzichten auf künstliche Zusatzstoffe, alle Produkte sind vegan, PETA-zertifiziert und in Österreich produziert.

Was sind die Vorteile eines eigenen Unternehmens für dich als zweifache Mutter?

Ein eigenes Unternehmen gibt mir sehr viel Flexibilität. Ich kann mir meine eigenen Strukturen schaffen und meinen Kalender selbst kontrollieren. Bei vielen Aufgaben ist es egal,  ob ich sie am Wochenende oder unter der Woche zwischen neun und fünf Uhr mache.

Gibt es auch Nachteile am Gründen?

Am Ende bin ich für alles verantwortlich. Auch im Urlaub oder am Wochenende nehme ich die Arbeit mit und ich habe nie richtig frei. Ich habe in den letzten 13 Jahren als Unternehmerin gelernt, damit umzugehen, mich davon nicht stressen zu lassen und Berufliches gedanklich nicht mit in den Schlaf oder den Familienurlaub zu nehmen.

Wenn du in die Zukunft blickst: Könntest du dir vorstellen, auch ein weiteres Mal zu gründen? Welcher Bereich würde dich noch reizen?

So weit denke ich gerade gar nicht. Gerade konzentriere ich mich voll darauf, Lunary bekannter und größer zu machen. Meine Vision ist es, mehr Frauen dazu zu inspirieren, jeden Tag ein bisschen gesünder zu leben. 

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„Frauen gründen später als Männer und haben oft ein anderes Risikobewusstsein – nicht, weil ihnen
die nötigen Fähigkeiten, sondern die Vorbilder fehlen und Stereotype sie früh ausbremsen“, so der Female Founders Monitor 2025.

Die Gründungsidee: Nachhaltiges Spielzeug

Corinna Links und ihr Mann Patrick betreiben in Berlin das Unternehmen Kindsgut , das nachhaltiges Kinderspielzeug und Wohnaccessoires herstellt. Sie haben eine gemeinsame Tochter

Liebe Corinna, du managst zusammen mit deinem Mann das Unternehmen Kindsgut. Was war eure Motivation, zu gründen?

Corinna Links: Die Gründung von Kindsgut war eine echte Herzensentscheidung. Nach der Geburt unseres Kindes 2016 wurde uns noch bewusster, wie wichtig es ist, Produkte zu schaffen, die nicht nur funktional und sicher sind, sondern auch ästhetisch überzeugen. Uns war klar: Wir möchten Spielzeug und Accessoires entwickeln, die die Entwicklung der Kinder fördern und gleichzeitig auch den Eltern gefallen. Produkte, die man eben nicht wegräumen muss, weil sie sich harmonisch ins Zuhause einfügen.
Und uns war auch wichtig: Wenn wir gründen, dann mit Haltung. Wir wollten ein Unternehmen aufbauen, das familienfreundlich ist. Nicht nur für Kund*innen, sondern auch intern. Mit Arbeitsmodellen, die wirklich zum Leben passen. Diese Verbindung aus Sinn, Stil und Struktur war von Anfang an unser Antrieb. Unser Anspruch war nie: „Wir wollen das größte Unternehmen bauen.“ Sondern: „Wir wollen ein großartiges Unternehmen bauen.“

Kindsgut Gruender
Corinna Links, Gründerin von Kindsgut, arbeitet im Unternehmen eng mit ihrem Mann Patrick zusammen.

Wie habt ihr angefangen?

Ganz am Anfang war Kindsgut ein Experiment. Wir haben mit wenigen Produkten über Amazon getestet und sehr schnell gemerkt, dass das Interesse groß ist. Das direkte Feedback der Kund*innen war unglaublich wertvoll. Von da an haben wir Schritt für Schritt eine Marke aufgebaut: mit einem eigenen Online-Shop, verschiedenen Social-Media-Kanälen und einem breiten Vertriebsnetzwerk.
Unser Fokus lag darauf, in Qualität, Markenaufbau und Kundenerlebnis zu investieren, und nicht zuletzt in ein Team, das unsere Werte teilt. Heute sind wir stolz darauf, ein kleines Berliner Familienunternehmen zu sein, das international agiert und schon über zwei Millionen Familien in ihrem Alltag begleitet.

Funktioniert es, mit dem eigenen Partner ein Unternehmen zu führen?

Es funktioniert – aber natürlich nicht von allein. Was hilft: Wir haben sehr klar aufgeteilte Verantwortlichkeiten. Patrick kümmert sich vor allem um die Produktentwicklung sowie alle logistischen und technischen Prozesse, während ich für das Marketing-Team und den Handel verantwortlich bin. Und ja: Wir sitzen im Büro tatsächlich räumlich weit voneinander entfernt. Das ist oft hilfreich! Humor hilft auch. Und vor allem: Wir vertrauen uns blind. Das ist wohl das Fundament von allem.

Wie trennt ihr Arbeit und Privatleben in eurem Familienalltag?

Wir nehmen uns bewusst Zeit als Familie – ohne Slack, ohne Mails, ohne Meeting-Gedanken. Aber wir leben keine starre Trennung. Für uns ist es ein Privileg, dass wir flexibel arbeiten und auch mal als Familie unterwegs sein können, während uns unser großartiges Team den Rücken freihält. Unsere Tochter ist mit unserer Gründung groß geworden. Dass sie sieht, was es bedeutet, etwas aufzubauen, Verantwortung zu übernehmen und dabei trotzdem viel Freude und Sinnhaftigkeit zu erfahren, das ist für mich ein Geschenk.

Was waren am Anfang die größten Herausforderungen für euch?

Ganz klar: Sichtbarkeit und Vertrauen aufbauen. Wir wussten, was wir wollten, aber wir mussten es erst mal beweisen, mit Produkten, mit Haltung und mit Service. Und dann kamen direkt globale Krisen: Pandemie, Lieferengpässe, geopolitische Schocks. In diesen Zeiten stand gefühlt jeden Tag etwas anderes auf dem Spiel. Aber wir haben gelernt, mit Unsicherheit zu leben und unsere Ungeduld, besonders meine, auszuhalten.

Ihr entwickelt hochwertiges Kinderspielzeug und nachhaltige Accessoires und Ordnungshelfer. Was sind als Eltern eure ganz persönlichen Ansprüche an eure Produkte?

Sicherheit steht für uns immer an erster Stelle. Alle unsere Produkte entstehen in unserem internen Kindsgut Lab, mit einem klaren Fokus auf „kids‘ centered design“, wie wir es nennen. Um ganzheitlich zu denken, arbeiten wir eng mit Windelfreiberater*innen und Hebammen zusammen, eine Kinderärztin und einen Produktsicherheitsexperten haben wir sogar festangestellt. Und unsere eigenen Kinder im Team sind unsere ehrlichsten Tester*innen. Denn besonders in Zeiten des Überflusses ist unser Credo: Wir wollen nicht einfach neue Produkte in die Welt bringen, sondern solche, die Sinn machen, Freude bringen und wirklich gebraucht werden. Denn das beste Marketing ist das Produkt selbst.

Inzwischen habt ihr ein relativ großes Team. Was ist eure Firmenphilosophie?

Aus Arbeitgeberinnensicht liegt mir besonders am Herzen, lebensphasenorientiertes Arbeiten zu ermöglichen. Ob Elternzeit, Wiedereinstieg oder individuelle Arbeitsmodelle – wir möchten, dass sich jeder und jede bei uns wohlfühlt und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gelebt wird. Unser Motto „Wir machen Familien glücklich“ gilt nicht nur für unsere Kundinnen, sondern genauso für unser Team: unsere Kindsgut-Familie. Als Marke wiederum stehen wir für eine Kindheit ohne Schubladen. Mit unserer Initiative „Farben sind für alle da“ setzen wir uns gegen Gendermarketing und für echte Wahlfreiheit ein. Wir wollen, dass Kinder entdecken dürfen, wer sie sind – ohne Limitierung durch Rosa-Hellblau-Grenzen.

Würdest du rückblickend etwas anders machen, oder bist du nach wie vor glücklich mit der Entscheidung für ein eigenes Unternehmen?

Natürlich gab es Entscheidungen, die ich heute anders treffen würde. Ein Produkt zu früh gelauncht, zu lange an einer Idee festgehalten, zu spät losgelassen, das waren alles klassische Fehler. Aber all das war auch Teil unserer unternehmerischen Reise. Und nein, ich bereue die Entscheidung zur Selbstständigkeit nicht eine Sekunde. Im Gegenteil: Es war das Mutigste und Schönste, was wir tun konnten und ich bin immens stolz auf das, was wir aufgebaut haben.

Bleibt euch neben der Firma auch noch genügend Zeit für euch als Familie?

Zum Glück meistens ja, wobei das natürlich phasenweise unterschiedlich ist. Fragt besser nicht im Weihnachtsgeschäft. Aber grundsätzlich hat unsere Familie immer Priorität, und wir achten sehr bewusst auf Zeit zu dritt. Unser Kind kommt aber auch mal mit ins Büro, und im Sommer machen wir als Team eine vierwöchige Workation – da verschwimmen Arbeit und Familie auf die schönste Weise.

Die Gründungsidee: Ein integratives Familienzentrum

Maria Köster und Alexandra Melendez haben den Nano’s Kidsclub gegründet. Das Familienzentrum richtet sich an ukrainische Geflüchtete und bietet Kindern, Jugendlichen und ihren Eltern Unterstützung bei der Integration in Deutschland. Die beiden Gründerinnen leben mit ihren Familien in Berlin.

Liebe Maria, liebe Alexandra, zusammen leitet ihr den Nano’s Kidsclub in Berlin, eine Kinderbegegnungsstätte für ukrainische Kinder und ihre Eltern. Wie ist eure Zusammenarbeit zustande gekommen, woher kennt ihr euch?

Wir arbeiten seit über acht Jahren als Unternehmerinnen im sozialen und kreativen Bereich zusammen, mit einer tiefen gemeinsamen Vision. Uns verbindet eine starke Freundschaft und eine große Leidenschaft dafür, Orte zu schaffen, an denen Menschen sich sicher, gesehen und willkommen fühlen. Als der Krieg in der Ukraine ausbrach, wussten wir sofort: Wir möchten helfen und einen Raum schaffen, der geflüchteten Familien nicht nur Betreuung, sondern echte Begegnung, Integration und Stabilität bietet. So entstand Nano’s Kidsclub.

Gruenderinnen
Maria Köster und Alexandra Melendez gründeten den Nano’s Kids Club, eine Begegnungsstätte für ukrainische Kinder, die aus ihrer Heimat fliehen mussten.

Was braucht es eurer Erfahrung nach, um eine gute Idee konkret in die Gründung eines Unternehmens umzusetzen? Könnt ihr uns ein paar wichtige Stichpunkte nennen?

  • Einen echten inneren Antrieb – das Warum muss klar sein.
  • Den Mut, ins kalte Wasser zu springen.
  • Schnelligkeit in der Umsetzung, ohne Perfektionismus.
  • Ein gutes Netzwerk.
  • Flexibilität und ein offenes Ohr für die Bedürfnisse der Zielgruppe.
  • Und ganz wichtig: Humor, gute Nerven und Ausdauer.

Wer stand euch zur Seite, wer unterstützt euch?

Die Hasso Plattner Foundation und „Ein Herz für Kinder“ waren und sind bedeutende Partner, ohne die der Nano’s Kidsclub in dieser Form nicht möglich wäre. Außerdem haben wir ein großartiges Team, das mit Herzblut dabei ist – alle selbst mit Fluchterfahrung. Auch unsere Familien und unsere Community unterstützen uns tagtäglich.

Inzwischen leitet ihr ein relativ großes Team und habt auch einen zweiten Standort in Dessau. Was ist eure Firmenphilosophie, was liegt euch besonders am Herzen?

Bei uns stehen die Menschen im Mittelpunkt. Wir glauben an echte Teilhabe, Diversität und daran, dass Integration auf Augenhöhe funktioniert, mit Wärme, Klarheit und einem offenen Herzen. Unsere Philosophie ist: „Jedes Kind zählt. Jede Familie zählt.“ Wir arbeiten bewusst integrativ und stärken nicht nur Kinder, sondern auch Eltern durch niedrigschwellige Angebote, Sprachförderung und Gemeinschaft.

Welche Vorteile hat in euren Augen die Selbstständigkeit, was sind die Benefits?

Wir lieben die Freiheit, schnell entscheiden und kreative Ideen direkt umsetzen zu können. Selbstständigkeit bedeutet für uns auch, Verantwortung zu übernehmen und Strukturen zu schaffen, die nachhaltig etwas bewirken. Außerdem genießen wir die Flexibilität, unsere Projekte so zu gestalten, dass sie zu unserem Leben als Mütter passen.

Gibt es auch Nachteile?

Die Verantwortung endet nie, der Kopf ist selten richtig „aus“. Man muss mit Unsicherheiten umgehen können, mit Budgetdruck, mit komplexer Bürokratie. Und gleichzeitig stark sein für andere, selbst, wenn man erschöpft ist.

Wie gut bekommt ihr Familie und Job unter einen Hut?

Wir leben das, was wir anderen ermöglichen wollen: Vereinbarkeit. Klar, es ist oft herausfordernd, aber wir organisieren uns gut, haben Unterstützung im Alltag und nehmen uns bewusst Auszeiten mit unseren Kindern. Unsere eigene Familie ist unser Kraftort und auch ein täglicher Reminder, warum wir tun, was wir tun.

Würdet ihr gern nochmal etwas Neues gründen? Gibt es eine Vision?

Oh ja, immer! Unsere Köpfe sind voll von Ideen. Langfristig möchten wir weitere Nano’s Kidsclubs an Orten eröffnen, wo sie gebraucht werden. Zusätzlich arbeiten wir zukunftsorientiert an unseren anderen gemeinsamen Projekten aus dem kreativen Bereich.

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