Bund investiert vier Milliarden Euro in bessere Kita-Qualität

Bund investiert vier Milliarden Euro in bessere Kita-Qualität

Familie

Alle Länder unterzeichnen neue Verträge zur Stärkung der frühen Bildung

Die Bundesregierung macht ernst mit ihrem Qualitätsversprechen für Kitas: Am 26. September hat Bundesbildungsministerin Karin Prien den letzten von insgesamt 16 Bund-Länder-Verträgen zum Kita-Qualitäts- und Teilhabeverbesserungsgesetz (KiQuTG) unterschrieben. Damit steht fest: Vier Milliarden Euro fließen in den Jahren 2025 und 2026 in bessere Betreuung, mehr Fachkräfte und eine stärkere Sprachförderung.

Warum das wichtig ist

Gute frühkindliche Bildung legt den Grundstein für faire Bildungschancen – darin sind sich Bund und Länder einig. Mit den neuen Verträgen wird festgelegt, in welchen Bereichen die Länder in den kommenden zwei Jahren investieren. Ziel ist es, den Kita-Alltag für Kinder, Eltern und Fachkräfte spürbar zu verbessern.

Bundesbildungsministerin Prien betonte, dass Investitionen in die frühe Bildung nicht nur den Kindern zugutekommen:

„Gute frühkindliche Bildung schafft die Basis für erfolgreiche Bildungswege und fördert Chancengerechtigkeit von Anfang an.“

Parallel bereitet die Bundesregierung bereits den nächsten Schritt vor: Ein neues Qualitätsentwicklungsgesetz soll langfristig bundesweit einheitliche Standards für Kitas schaffen.

Mental Load

Die wichtigsten Schwerpunkte

Mit der Weiterentwicklung des KiQuTG, das seit Januar 2025 gilt, konzentriert sich der Bund auf sieben Bereiche, die entscheidend für gute Kita-Qualität sind. Künftig dürfen Länder die Bundesmittel nur noch innerhalb dieser Handlungsfelder einsetzen, darunter:

  • Ausbau eines bedarfsgerechten Angebots
  • Verbesserung des Fachkraft-Kind-Schlüssels
  • Gewinnung und Sicherung qualifizierter Fachkräfte
  • Stärkung der Kita-Leitung
  • Gesunde und nachhaltige Ernährung sowie mehr Bewegung
  • Förderung der sprachlichen Bildung
  • Stärkung der Kindertagespflege

Zwei Bereiche sind für alle Länder Pflicht

Besonders im Fokus stehen zwei Themen, die ab 2025 für jedes Bundesland verpflichtend sind:

  1. Fachkräftegewinnung – ohne ausreichend gut qualifizierte Mitarbeitende gibt es keine echte Qualitätsentwicklung.
  2. Sprachbildung – als Grundlage für Teilhabe und Lernen von Anfang an.

Alle Länder setzen ihre Schwerpunkte entsprechend und nutzen die Bundesmittel für Maßnahmen wie Fortbildungen, Qualifizierungsprogramme, Sprachförderprojekte oder zur Entlastung von Kita-Leitungen.

Blick in die Zukunft

Die Weiterentwicklung des KiQuTG stützt sich auf Monitoring-Daten, Evaluationsergebnisse und Empfehlungen der „AG Frühe Bildung“. Das große Ziel: unterschiedliche Qualitätsniveaus zwischen den Bundesländern angleichen und bundesweit verlässliche Standards schaffen.

Mit der Unterzeichnung aller Verträge ist nun der Weg frei für die Auszahlung der Mittel. Die Finanzierung erfolgt über eine Anpassung der Umsatzsteuerverteilung zwischen Bund und Ländern.

Quelle: Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Update: Dieser Artikel wurde zuletzt am 9. Dezember 2025 um 09:14 Uhr aktualisiert.