Danone ruft Babynahrung zurück – Verdacht auf Giftstoff

Danone ruft Babynahrung zurück – Verdacht auf Giftstoff

Baby

Jetzt ruft auch der französische Lebensmittelkonzern Danone Babynahrung zurück. Betroffen sind mehrere Chargen des Produkts „Aptamil“. Was Eltern jetzt dringend beachten sollten.

Der französische Lebensmittelkonzern Danone ruft insgesamt drei Chargen der Babynahrung der Marke „Aptamil“ zurück. Betroffen seien Produkte, die zwischen Mai und August 2025 hergestellt wurden. Genau wie bei dem Rückruf des Nestlé-Produkts vor einigen Wochen, wurde auch in Aptamil der Giftstoff Cereulid nachgewiesen.

Woher kommt der Giftstoff in der Babynahrung

Der Giftstoff Cereulid kann Übelkeit und Erbrechen auslösen. In Nahrung und besonders in Babynahrung, sollte er nicht vorkommen. Anfang Januar hatten zwei Chemiker in Säuglingsnahrung der Firma Nestlé Cereulid nachgewiesen. Daraufhin rief Nestlé die entsprechenden Chargen der Babynahrung „Beba“ und „Alfamino“ vorsorglich zurück. Die Verunreinigung kommt wohl durch eine Zutat von einem Lieferanten aus China.

In Frankreich überprüfen Ermittler im Moment den Zusammenhang zwischen dem Tod von zwei Säuglingen und der möglichen Verunreinigung der Babynahrung durch den Giftstoff.

Welche Produkte sind vom Rückruf betroffen?

Besonders brisant ist, dass Danone zwar am 26. Januar verschiedene Händler informiert hat, jedoch bisher auf der Firmen-Website keine Warnung oder Information für die Eltern zu finden ist. Auch die Chargennummern wurden noch nicht explizit an die Eltern kommuniziert.

Betroffen sein sollen, laut Informationen der Website produktwarnung.eu und Foodwatch, die Produkte „Aptamil Pronatura Pre“ (haltbar bis 19.11.2026), „Aptamil Pronatura 1“ (haltbar bis 10.11.2026) und „Aptamil Profutura Duo Pre D“ (haltbar bis 20.4.2027).

Foodwatch kritisiert auch, dass bei der Kette BIPA in Österreich alle Aptamil-Produkte seit Tagen zu einem reduzierten Preis angeboten wurden. Es sei davon auszugehen, dass viele Eltern sich mit Vorräten eingedeckt hätten.

Übrigens ist nicht nur Babynahrung in Deutschland und Österreich von Verunreinigungen mit Cereulid betroffen. In Frankreich und Belgien wurde der Giftstoff bereits in mehreren Produkten gefunden.

Was Eltern nun tun sollten

Wie bei Produktrückrufen üblich, werden die Kosten in der Regel von den Händlern erstattet – oft auch ohne Beleg. Solltet ihr ein Unwohlsein bei eurem Baby beobachten nachdem es Säuglingsnahrung der Marke „Aptamil“ bekommen hat, dann lasst es vorsichtshalber von der Kinderärztin, dem Kinderarzt abklären.

Quelle: foodwatch, Produktrückruf

Update: Dieser Artikel wurde zuletzt am 30. Januar 2026, 16:07 Uhr aktualisiert.