Hipp ruft Babynahrung zurück – Lebensgefahr
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Hipp ruft Babynahrung zurück – Lebensgefahr

Baby, Familie

Hipp wird erpresst mit Babynahrung, die wohl mit Rattengift versetzt wurde. Dies betrifft laut letzter Meldungen nicht nur Österreich, sondern auch Gläschen, die in Tschechien und der Slowakei aufgetaucht sind. Betroffen sein sollen nach wie vor nur Produkte, die in die Supermarktkette Spar geliefert wurden. Welche Babynahrung von dem Rückruf betroffen ist und was ihr dazu aktuell unbedingt wissen müsst – die wichtigsten Infos.

Lebensgefahr für Babys: Welche Produkte sind betroffen?

Die österreichischen Behörden informierten die Öffentlichkeit darüber, dass der Hersteller Hipp erpresst wird mit manipulierter Babykost. Die Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (Ages) berichtete zunächst, dass Supermärkte der Handelsgruppe Spar in Österreich und in Tschechien von der Drohung betroffen seien. Diese Aussage wurde zunächst zurück genommen und aktuell wieder ergänzt.

Betroffen von den vergifteten Gläschen sei demnach eine Spar-Filiale in Eisenstadt im Kreis Burgenland, sowie Märkte in Tschechien und der Slowakei.

Dabei weist das Unternehmen Hipp ausdrücklich noch einmal darauf hin, dass Produkte in Deutschland nicht von der Erpressung betroffen seien.

Die Manipulation mit Rattengift soll laut letzter offizieller Angaben die Gläschen der Sorte „Karotte mit Kartoffel 190 Gramm. Ab dem 5. Monat“ betreffen. Die betroffenen Spar-Supermarktketten in Österreich nahmen bereits letzte Woche vorsorglich alle Hipp-Produkte aus den Regalen. Trotzdem kann es sein, dass manipulierte Gläschen bereits verkauft wurden.

Die Behörden warnen weiterhin eindringlich davor, denn es kann Lebensgefahr bestehen. Die manipulierten Gläschen sollen am Glasboden mit einem weißen Aufkleber und rotem Kreis gekennzeichnet worden sein.

Hipp Rueckruf
Dieses Produkt wird von Hipp zurückgerufen.

Bei Spar wurde außerdem entschieden, Hipp Babykost aus sämtlichen Märkten zu nehmen. Diese Vorsorgemaßnahme wurde auch auf weitere Spar‑Vertriebsländer ausgeweitet. 

Rein präventiv und ohne konkrete Verdachtsmomente hat am Montag auch die Rewe-Gruppe in Österreich alle Hipp Produkte bei den Märkten Bipa, Billa, Billa Plus und Adeg aus dem Verkauf genommen. Ebenso reagierte auch die Drogeriemarktkette dm.

Was sollen Eltern jetzt tun?

Die Polizei im Kreis Burgenland in Österreich ermittelt auf Hochtouren. Sie bittet außerdem um Hinweise, sollte jemand etwas im einem der Supermärkte beobachtet haben. Falls Eltern tatsächlich ein manipuliertes Hipp-Produkt bei sich zuhause haben, sollte dies umgehend bei der Polizei abgegeben werden – es dient als Beweismittel und muss gesichert werden.

Das Unternehmen Hipp spricht eine konkrete Warnung an Eltern aus: „Der Verzehr eines solchen Gläschens kann lebensgefährlich sein.“ Alle gekauften Produkte, vor allem die der Sorte „Karotte mit Kartoffeln. Ab dem 5. Monat“ können in den Filialen von Spar, Eurospar, Interspar oder Maximarkt zurückgegeben werden, der Kaufpreis wird erstattet.

Mehr aktuelle Infos zu dem Produktrückruf findet ihr auch hier.

Wie erkennt man ein manipuliertes Gläschen?

Die Polizei und das Unternehmen Hipp warnen weiterhin vor manipulierten Babykostgläschen. Diese sollen laut Polizeiangaben mit einem Aufkleber am Glasboden markiert worden sein.

Generell sollten Eltern immer auf folgende Merkmale von Babygläschen achten:

  • Ist das Glas unversehrt und der Deckel intakt?
  • Ploppt es leicht, wenn der Vakuumverschluss des Deckels geöffnet wird?
  • Hat der Inhalt des Gläschens eine seltsame Farbe, einen komischen Geruch oder eine andere Auffälligkeit?

Sollte einer der Punkte zutreffen, sollte man aufmerksam werden und den Inhalt dieses Gläschens keinesfalls dem Kind geben. Eltern in Österreich, der Slowakei und Tschechien sollten im Moment besonders darauf achten.

Sind auch andere Produkte von Hipp betroffen?

Das Unternehmen weist ausdrücklich darauf hin, dass andere Produkte von Hipp, wie zum Beispiel Babymilchpulver, nicht betroffen sind. Auch alle Produkte, die man in Deutschland kaufen kann, gelten als sicher. „Das Hipp Sortiment in Deutschland ist von dem Rückruf nicht betroffen“, lässt Hipp wissen.

Und weiter erklärt das Unternehmen: „Es liegt kein Qualitäts- oder Produktionsmangel vor, die Gläschen haben unser Hipp Werk in einwandfreiem Zustand verlassen. Es handelt sich um eine kriminelle externe Manipulation außerhalb unseres Einflussbereiches in den genannten drei Märkten. Wir haben keine Kenntnis von weiteren Manipulationen.“

Bei diesen Symptomen sollte das Kind sofort zum Arzt

Wie merkt man, ob dem Kind etwas fehlt? Die Beunruhigung der Eltern ist groß, darum hat die „Ages“ auf die Symptome einer Vergiftung hingewiesen: Nach deren Angaben können die Wirkstoffe in Rattengiften zu einer verminderten Gerinnungsfähigkeit des Blutes führen. Dies äußert sich unter anderem in Zahnfleischbluten, Nasenbluten, blauen Flecken am Körper oder auch Blut im Stuhl.

Sollten Eltern solche Symptome bei ihren Kindern feststellen nachdem sie Nahrung von Hipp gegessen haben, ist sofort ein Arzt oder eine Klinik, bzw. die Notaufnahme aufzusuchen.

Ihr wisst nicht, ob ihr betroffen sein könntet. Das Unternehmen Hipp hat für besorgte Eltern in Österreich eine Hotline eingerichtet.

📞 +43 7612 76577-104

Wohin können Hinweise zu verdächtigen Produkten gemeldet werden?

Die Landespolizeidirektion Burgenland bittet um Mithilfe der Bevölkerung.
Hinweise werden unter folgender Telefonnummer entgegengenommen:

📞 +43 59 133 10 – Durchwahl 3333

Wir halten euch weiter auf dem Laufenden, sobald es neue Erkenntnisse gibt.

Quelle: Ages, Hipp

Update: Dieser Artikel wurde zuletzt am 23. April 2026, 10:44 Uhr aktualisiert.