Vergiftete Babynahrung: Ein Verdächtiger wurde festgenommen

Vergiftete Babynahrung: Ein Verdächtiger wurde festgenommen

Wochenlange Angst für Eltern in Österreich, Slowenien und Tschechien – jetzt wurde im Erpressungsfall Hipp ein Verdächtiger gefasst. Aus Ermittlungsgründen halten sich die Behörden jedoch weiterhin bedeckt.

Seit April ermittelte die Polizei in Österreich auf Hochtouren, denn der Babykosthersteller Hipp wurde erpresst mit vergifteter Babynahrung. Jetzt konnten die österreichischen Ermittler einen Verdächtigen festgenehmen. Es handelt sich um einen 39-jährigen Mann, teilte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Eisenstadt mit.

Vergiftete Babykost: Was wir bisher wissen

Mit Rattengift in Babynahrung hatte ein Unbekannter versucht, das Unternehmen Hipp zu erpressen. Nach Informationen der Kronenzeitung soll der Täter zwei Millionen Euro in Kryptowährung verlangt haben. Insgesamt wurden in Österreich, Tschechien und der Slowakei laut Polizei fünf manipulierte Gläschen mit Rattengift entdeckt. So ließen die Behörden wissen, dass in einem 190-Gramm-Gläschen der Sorte „Karotten mit Kartoffeln“ ganze 15 Mikrogramm Rattengift gefunden wurde – eine absolut tödliche Dosis. 

Ein vergiftetes Babykostglas war zuletzt immer noch nicht gefunden worden. Die Polizei wies darauf hin, dass verdächtige Gläschen unbedingt bei der Polizei abgegeben werden sollten, da diese als Beweis dienen.

Das Unternehmen Hipp teilte offiziell mit, dass Produkte, die in Deutschland verkauft werden nicht betroffen seien von der Erpressung. Mehr Infos dazu findet ihr auch hier.

Obwohl laut Polizei nur Gläschen die in Filialen der Supermarktkette Spar verkauft wurden von dem Erpressungsversuch betroffen sein sollten, haben auch andere Handelsketten wie Billa und dm in Österreich vorsorglich Produkte von Hipp aus den Regalen genommen.

Die Behörden und das Unternehmen warnten Eltern ausdrücklich vor der Gefahr von vergifteter Babykost. Bei einem Verzehr besteht Lebensgefahr.

Gläschen dieser Sorte waren von der Erpressung betroffen.

Täter gefasst: Das Unternehmen Hipp zeigt sich erleichtert

Jetzt zeigt sich das Unternehmen erleichtert, dass ein Verdächtiger gefasst wurde. Mehr Angaben konnten dazu noch nicht gemacht werden aus ermittlungstechnischen Gründen. „Wir sind sehr erleichtert über diesen Entwicklungsschritt und danken den Ermittlungsbehörden für ihre engagierte Arbeit“, erklärte das Unternehmen Hipp.

Update: Dieser Artikel wurde zuletzt am 3. Mai 2026, 09:27 Uhr aktualisiert.