Schnuller – welche Saugerform ist am besten geeignet?

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Viele Babys lieben ihren Schnuller. Mit der richtigen Saugerform kannst du Zahnfehlstellungen bei deinem Schatz vorbeugen. Dafür hat jetzt eine Schnullerstudie vier verschiedene Sauger-Typen verglichen. Das Ergebnis: Schnuller in NUK-Form sind am besten für Zähne, Kiefer und Gaumen.1

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Babys haben ein natürliches Saugbedürfnis. In Mamas Bauch stecken sie dafür schon im vierten Monat gezielt ihre Finger in den Mund. Später nehmen sie sehr gerne Mamas Brust oder auch einen Schnuller. Das ausgiebige Nuckeln daran beruhigt viele Babys und entspannt sie. Doch einige Eltern sind aus Sorge vor möglichen Zahnfehlstellungen oder anderen Herausforderungen unsicher, ob sie einen Schnuller anbieten sollen. Hier schafft die Schnullerstudie 2022 nun Klarheit. Forscher der portugiesischen Universität Minho haben sich dafür das Risiko von Zahnfehlstellungen ganz genau angeschaut. Ergänzt wurden ihre Ergebnisse mit Empfehlungen von kindermedizinischen Experten zum Schnuller-Einsatz.

Das sind die Vorteile von Schnullern

Schnuller haben viele positive Effekte. Weil sie Babys so gut entspannen und ihre Selbstregulation unterstützen, werden sie auch Beruhigungssauger genannt. Schnuller können über diese Besänftigung hinaus aber noch viel mehr:

  • Ein Schnuller hilft vielen Kindern beim Einschlafen.
  • Bei nicht gestillten Babys senkt ein Beruhigungssauger das Risiko für den plötzlichen Kindstod.
  • Das Saugen unterstützt die Verdauung.
  • Kinder, die einen Schnuller haben, kauen später seltener an Fingernägeln.

Wichtig für viele Eltern ist auch das gute Gefühl, dass sie ihrem Kind mit dem Schnuller eine Hilfe geben können. Du kennst es wahrscheinlich: Dein Baby ist satt, gewickelt und eigentlich müde. Es will aber einfach nicht in den Schlaf finden und weint auch auf deinem Arm. Bei vielen Kindern unterstützt hier der Sauger dabei, sich zu beruhigen.

Welche Herausforderungen bringen Beruhigungssauger mit sich?

Sicherlich hast du auch schon von den Argumenten gegen Schnuller gehört. So bestehen Bedenken, dass ein Sauger das Stillen negativ beeinflusst. Denn an der Brust muss das Kind anders saugen als an einem Schnuller. Ebenfalls werden einige Sprachstörungen auf den Schnullereinsatz zurückgeführt. Die wohl größte Herausforderung ist, dass langes Schnullern eine Fehlstellung der Zähne begünstigen kann. Hier konnten die Wissenschaftler mit ihrer Schnullerstudie zeigen: Es kommt auf die Form des Schnullers an.

Warum ist die Schnuller-Form so wichtig?

Je nachdem, wie der Schnuller geformt ist, beeinflusst er Zunge, Kiefer und Zähne unterschiedlich. Denn beim Saugen entwickelt dein Kind einen Druck im Mund. Diese Kraft wirkt sich auf den Gaumen und auch das Gebiss aus. So kann eine eher ungünstige Schnullerform dazu führen, dass

  • sich die vorderen und seitlichen Schneidezähne und die Backenzähne verschieben
  • es zu Zahnfehlstellungen wie einem offenen Biss oder einem Überbiss kommt. Bei einem Überbiss beispielsweise stehen die oberen und unteren Schneidezähne mehrere Millimeter auseinander
  • sich Kiefer und Gaumen verformen.

Diese Produkte wurden getestet

Weil über 70% aller Babys in Portugal einen Beruhigungssauger erhalten, hat die Universität Minho untersucht, wie sich verschiedene Schnullerformen auf die Entwicklung der Zähne, des Kiefers und des Gaumens auswirken. Ausgewählt haben sie dafür die gängigen Schnullerformen, die du auch in der Drogerie oder der Apotheke kaufen kannst:

  • Runde Form: Der Sauger imitiert die Form einer Brustwarze. Diese Variante heißt auch Kirschkern-Form.
  • Symmetrische Form 1: Ober- und Unterseite des Saugers sind gleich, die Vorderseite ist rund.
  • Symmetrische Form 2: Ober- und Unterseite des Saugers sind gleich, die Vorderseite läuft etwas spitzer zu.
  • NUK-Form: Der Sauger ist asymmetrisch, flacher und nach oben geknickt.

Anschließend haben die beiden Professoren Dr. Ana Norton und Dr. J. Miguel Nóbrega mit ihrem Team eine aufwändige Computersimulation vom Gaumen eines sechs Monate alten Kindes erstellt. So konnten sie exakt und ausführlich die Wirkungen unterschiedlicher Sauger testen. Vor allem schauten sie, wie sich der Druck beim Saugen im Mundraum verteilt und welche Folgen das hat.

Das siehst du auf diesem Bild: Dabei drückt die Zunge den Schnuller gegen den Gaumen. Die Druckbelastung ist rot dargestellt. Je geringer die Druckbelastung, desto besser sind Sauger für Zähne, Kiefer und Gaumen geeignet.

Wissenschaftlich bewiesen: NUK-Form ist am zahn- und kieferfreundlichsten

Testsieger der Schnullerstudie 2022 ist die NUK-Form. Sie kann dazu beitragen, Zahnfehlstellungen zu vermeiden. Ein Schnuller mit dieser Form übt weniger Druck und Kraft auf den Gaumen aus als die Vergleichssauger. Zudem verteilt der Testsieger den Druck gleichmäßiger, sodass keine punktuellen Belastungen im Gaumen enstehen. Die Wissenschaftler fanden auch heraus, dass bei der NUK-Form ein besonders geringes Risiko für eine Zahnverschiebung besteht. Das reduziert Probleme wie einen offenen Biss oder einen Überbiss. Außerdem senkt der NUK-Schnuller die Gefahr für Verformungen des Kiefers oder des Gaumens. Die kiefergerechte NUK-Form schmiegt sich an den Gaumen, und dank des schmalen Saugerhalses können sich die Lippen fast ganz schließen. Auch das ist ein wichtiges Kriterium, wenn du einen gaumenfreundlichen Schnuller suchst.

Tipps für den Einsatz von Schnullern

Die Analysen der Wissenschaftler können dich bei der Wahl des Schnullers unterstützen. Gut zu wissen ist auch, dass schon mehrere medizinische Experten die Ergebnisse der Schnullerstudie untersucht und bewertet haben. Der Kieferorthopäde Dr. Matthias Kiefl, die Kinderzahnärztin Dr. Isabell von Gymnich und der Pädiater Dr. Christof Metzler geben dir zusätzliche wertvolle Tipps für den Einsatz von Saugern:

  • Optimalen Schnuller auswählen: Kieferorthopäde Dr. Kiefl rät von dicken und runden „Torpedo-Schnullern“ ab. Er empfiehlt einen möglichst dünnen Saugerhals. Einen solchen Hals besitzt der Testsieger der Schnullerstudie 2022.
  • Rechtzeitig abgewöhnen: Idealerweise nach dem ersten Geburtstag sollte mit einer wohldosierten Schnuller-Entwöhnung begonnen werden. Das ist aus der Erfahrung von Kinderzahnärztin Dr. Gymnich relevant, um Sprech- und Schluckstörungen zu vermeiden.

Wichtig ist es zudem, dass du deinem Kind den Schnuller ohne ein schlechtes Gewissen anbieten kannst. Der Pädiater Christof Metzler erlebt öfter fragende Mütter und Väter in seiner Praxis. Für ihn sind „die Ergebnisse der aktuellen Studie ein wesentliches unterstützendes Argument pro Schnuller, vor allem bei kritischen Eltern. Und diese haben in den letzen Jahren tatsächlich sehr zugenommen. Sie versuchen krampfhaft, einen Schnuller zu vermeiden. Wenn ich hier als Arzt den Eltern zusätzlich zu meiner Meinung zeigen kann, dass es auch wissenschaftlich bewiesen ist, dass der Schnuller – zumindest wenn es der richtige Schnuller ist – eben keinen negativen Einfluss hat, dann ist das ein überzeugendes Argument.“

Erfahre mehr über die Schnullerstudie 2022 und lerne die besonders zahn-, gaumen- und kieferfreundlichen Produkte für dein Baby kennen.

1 „Beruhigungssauger: Die richtige Form ist entscheidend“, Pharmawissen aktuell, 2022

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