Warum Sonnenschutz in der Schwangerschaft besonders wichtig ist
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Deine Haut verändert sich in der Schwangerschaft und wird empfindlicher gegenüber der Sonne. Pigmentflecken, schnellere Hautalterung, ein erhöhtes Risiko für Sonnenbrand: Guter Sonnenschutz ist jetzt wichtiger denn je. Wir erklären, worauf es ankommt, welche Inhaltsstoffe du meiden solltest und mit welchen Produkten du gut durch den Sommer kommst.
Sonne tut uns einfach gut, der allgemeinen Laune, sie ist gut für die Vitamin-D-Bildung und gibt uns das schöne Gefühl von Sommer. Gleichzeitig verändert sich deine Haut in der Schwangerschaft hormonell, wodurch sie empfindlicher auf UV-Strahlung reagiert. Das Risiko für Pigmentflecken, den sogenannten Schwangerschaftsmasken oder Melasmen, steigt deutlich. Guter, konsequenter Sonnenschutz ist deshalb keine Kosmetik-Spielerei, sondern wirklich sinnvolle Vorsorge.
Warum Sonnenschutz für Schwangere so wichtig ist
UVA-Strahlen dringen in tiefere Hautschichten ein und schädigen dort Kollagen- und Elastinfasern, die die Haut straff halten. UVB-Strahlen sind für Sonnenbrand verantwortlich und können Zellschäden verursachen. In der Schwangerschaft kommt durch die hormonelle Umstellung ein weiterer Faktor hinzu: Viele Frauen entwickeln dunkle Flecken im Gesicht – vor allem an Stirn, Wangen und Oberlippe. Diese Melasmen verschwinden nach der Geburt oft von selbst wieder, können aber durch Sonneneinstrahlung verstärkt und sichtbarer werden.
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Vitamin D-Bildung trotz Sonnenschutz
Eine verbreitete Sorge: Wenn ich mich konsequent eincreme, bekomme ich dann noch genug Vitamin D? Die Antwort ist beruhigend: Kein Sonnenschutzmittel blockiert die UVB-Strahlung vollständig. Eine Vitamin-D-Synthese in der Haut bleibt trotz Sonnencreme möglich. Für eine ausreichende Vitamin-D-Bildung reichen täglich 20 bis 30 Minuten im Freien, am besten mit unbedeckten Unterarmen.

Sonnencreme: Welche Inhaltsstoffe du in der Schwangerschaft meiden solltest
Nicht jeder Sonnenschutz ist in der Schwangerschaft empfehlenswert. Bestimmte chemische UV-Filter stehen im Verdacht, über die Haut in den Körper zu gelangen und hormonell zu wirken. Dazu zählen vor allem Oxybenzon und Octocrylen. Achte beim Kauf auf die Inhaltsstoffliste oder wähle Produkte mit mineralischen Filtern wie Zinkoxid oder Titandioxid, diese gelten als besonders gut verträglich und werden auch für empfindliche Kinderhaut empfohlen.
Wichtig zu wissen: Retinol ist in der Schwangerschaft tabu. Der Wirkstoff gehört zur Familie der Vitamin-A-Verbindungen und kann über die Haut in den Blutkreislauf gelangen. Auch wenn das Risiko als gering eingeschätzt wird, raten Fachleute durchgehend zum Verzicht – während der gesamten Schwangerschaft und auch in der Stillzeit. Das gilt auch für Fruchtsäure-Peelings in höherer Konzentration und für Hydrochinon, das zur Aufhellung von Pigmentflecken eingesetzt wird.
Gute Alternativen gegen Pigmentflecken: Vitamin C wirkt antioxidativ, hilft den Teint auszugleichen und ist in der Schwangerschaft unbedenklich. Niacinamid stärkt die Hautbarriere und wirkt entzündungshemmend. Beides lässt sich gut mit einem konsequenten Sonnenschutz kombinieren.
Den richtigen Lichtschutzfaktor wählen
Für den Alltag reicht ein Lichtschutzfaktor von mindestens 30. Wer zu Pigmentflecken neigt oder ein intensives Sonnenbad plant, sollte zu LSF 50 greifen. Achte auf Cremes mit Anti-Pigment-Effekt, wenn dich Flecken besonders stören und vergiss dabei nicht Hals, Dekolleté und Hände, da diese Partien der Sonne genauso ausgesetzt sind wie das Gesicht.
Für empfindliche Haut eignen sich oft Sonnenschutzprodukte aus der Kinderlinie verschiedener Marken: Sie sind mild formuliert, enthalten meist mineralische Filter und verzichten auf Duftstoffe und potenziell reizende Zusätze.
Wiederholtes Eincremen schützt besser, aber nicht länger
Ein wichtiges Missverständnis: Erneutes Eincremen verlängert nicht die Eigenschutzzeit deiner Haut. Es stellt nur sicher, dass der Schutzfaktor durchgehend wirkt – etwa nach dem Schwitzen, Baden oder Abtrocknen. Die Zeit, die deine Haut ungeschützt in der Sonne verbringen darf, bleibt dieselbe. Ein Timer im Handy kann helfen, den Überblick zu behalten.
Noch ein praktischer Hinweis: Geöffnete Sonnenschutzmittel sind meist nur etwa ein Jahr haltbar. Vor dem nächsten Sommerurlaub lohnt sich ein Blick aufs Verfallsdatum.
Nahrungsergänzung: Von innen unterstützen – aber nicht ersetzen
Die Vitamine A, C, D und E können die Haut bei der Regeneration unterstützen und tragen zu einer intakten Hautbarriere bei. Wichtig: Nahrungsergänzungsmittel ersetzen niemals den Sonnenschutz durch Cremes. Während der Schwangerschaft solltest du jedes Nahrungsergänzungsmittel vorher mit deiner Frauenärztin oder Hebamme absprechen. Das gilt besonders für Produkte mit Vitamin A, da eine Überdosierung in der Schwangerschaft das Risiko für Fehlbildungen erhöhen kann.



1) Für eine schöne Bräune: Golden Goddess Tan Vitamin von Beas with Benefit, ca. 25 Euro
2) Mit Vitamin D3: Sun Glow Dragees von Merz Spezial, ca. 30 Euro
3) Intensiviert die Sommerbräune: Tan Please Gummies von Inao by Essence, ca. 10 Euro
Sonnenschutz als fester Bestandteil der täglichen Pflegeroutine
Eine einfache, sichere Hautpflege in der Schwangerschaft besteht aus drei Schritten: sanfte Reinigung, Feuchtigkeit – zum Beispiel mit Hyaluronsäure – und als letzter Schritt der Sonnenschutz. Viele Tagescremes enthalten heute bereits einen leichten Lichtschutzfaktor, der für den Alltag ausreichen kann. Bei stärkerer Sonnenexposition lohnt sich aber immer ein zusätzliches, höher dosiertes Produkt.






1) Hydriert und spendet einen mittleren Schutz: Moisture Surge SPF 25 sheer hydrator von Clinique, ca. 20 Euro
2) Hoher Schutz für jeden Tag: Daily SPF 50+ Moisturizer von Colibri, ca. 30 Euro
3) Mit Vitamin C gegen Anzeichen der Hautalterung: Glow and Protect Serum von gitti, ca. 50 Euro
4) Demeter-Zertifiziert und bio: Sonnencreme Gesicht & Körper von Oliphenolia, ca. 28 Euro
5) Mit natürlichen Wirkstoffen: Your Daily High Protection Sun Cream SPF 30 von Team Dr. Josephs, ca. 42 Euro
6) Extra für sensible Haut: Catch the Sun Face Sensitive 50 von V.Sun, ca. 15 Euro
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Vor und während des Sonnenbads
Spätestens ab März sollte der Sonnenschutz immer griffbereit sein, denn die Sonne hat ordentlich Power und wenige Minuten reichen bei einer winterblassen Haut aus, um einen Sonnenbrand zu bekommen, der der Haut nachweislich schadet. Muss nicht sein!






1) Tröpfchenweise dosierbar: Sun Drop Fluid SPF 50 von M.Asam, ca. 25 Euro
2) Ideal für Mischhaut und fettige Haut: Sun Protection 50+ Sun Gel von La Mer, ca. 20 Euro
3) Mit Anti-Age-Wirkstoffen: Sun UVA & UVB 50+ von Doctor Mi, ca. 70 Euro
4) Praktisch für unterwegs: Classic Face Mist von Coola, ca. 34 Euro
5) Mit natürlichen Inhaltsstoffen: Ready to go SPF 50 von huut, ca. 40 Euro
6) Hoher Schutz: Cellular’Sun SPF 50 von Maria Galland, ca. 40 Euro
Häufige Fragen zum Sonnenschutz in der Schwangerschaft
Ist Sonnencreme in der Schwangerschaft generell unbedenklich?
Ja, die meisten Sonnenschutzmittel sind in der Schwangerschaft sicher. Achte auf mineralische Filter und meide Produkte mit Oxybenzon oder Octocrylen.
Warum bekomme ich gerade jetzt Pigmentflecken?
Die hormonelle Umstellung in der Schwangerschaft kann zu einer verstärkten Pigmentbildung führen, die durch UV-Strahlung zusätzlich angeregt wird. Konsequenter Sonnenschutz kann das Risiko deutlich reduzieren.
Darf ich Retinol-Produkte weiterhin benutzen, wenn ich schwanger bin?
Nein. Retinol sollte während der gesamten Schwangerschaft und Stillzeit gemieden werden. Greife stattdessen zu Vitamin C oder Niacinamid.
Verschwinden Pigmentflecken nach der Geburt wieder?
Bei vielen Frauen ja – die sogenannten Melasmen bilden sich nach der Geburt häufig von selbst zurück. Ein konsequenter Sonnenschutz während und nach der Schwangerschaft erhöht die Chance darauf.
Wir wünschen viel Spaß beim Genießen der ersten Sonnenstrahlen!


