Wandgestaltung im Babyzimmer – Ideen und Tipps

Wandgestaltung im Babyzimmer – Ideen und Tipps

BABY, Erstausstattung, Interior

Die Wandgestaltung im Babyzimmer ist ein wichtiger Faktor um sofort Geborgenheit zu erzeugen. Hier kommen unsere Tipps und Ideen …

Na, ist der Nestbautrieb bei dir schon voll im Gange? Tatsächlich haben viele Frauen im letzten Schwangerschaftsdrittel das große Bedürfnis, alles fürs Baby vorzubereiten und schön zu machen. Dazu gehört auch die Ausstattung des Babyzimmers. Wir hätten da ein paar Ideen zu Wandgestaltung, damit es für den Nachwuchs gleich so richtig gemütlich wird …

Seien wir ehrlich: Anfangs hält sich das Baby nur selten im Babyzimmer auf. Für die Nächte gibt es ein Beistellbettchen oder Kinderbettchen im elterlichen Schlafzimmer und tagsüber ist es sowieso am allerliebsten in der Nähe der Eltern. Trotzdem macht es einfach Spaß, ein Babyzimmer zu gestalten. Und wenn es dafür einen extra Raum gibt, dann könnt ihr euch hier voll ausleben und vor der Geburt alles schön machen für den kleinen Familienneuzugang.

Zwischen Vorfreude, Nestbautrieb und Pinterest-Inspirationen stellt sich schnell die Frage: Wie gestalte ich die Wände im Babyzimmer? Farbige Wände, Tapeten und Wandsticker gehören zu den beliebtesten Lösungen – sie schaffen schnell eine heimelige Atmosphäre, können ganze Welten entstehen lassen, Geschichten erzählen und einen individuellen Touch geben.

Little Dutch
Wie sollen die Wände im Babyzimmer aussehen? Es gibt viele Möglichkeiten. (Bild: Little Dutch)

Was ist wichtig bei der Wandgestaltung im Babyzimmer?

Ein Baby nimmt die Umgebung noch ganz anders wahr als Erwachsene. Kontraste, Formen und ruhige Farbwelten spielen eine große Rolle. Neugeborene erkennen zunächst vor allem Hell-Dunkel-Kontraste. Erst mit der Zeit entwickeln sie ein immer differenzierteres Farbempfinden.

Die richtige Wandgestaltung im Babyzimmer kann:

  • eine beruhigende Atmosphäre schaffen
  • visuelle Reize bieten, ohne das Baby zu überfordern
  • Geborgenheit vermitteln
  • den Raum optisch strukturieren

Wichtig ist: Bei aller Euphorie solltet ihr das Babyzimmer nicht überfrachten. Gerade anfangs neigt man dazu. Doch ein klares Farb- und Dekokonzept lohnt sich, denn es hat einfach länger Bestand.

Photowall
Die zauberhaften Motive beflügeln die Phantasie. (Bild: Photowall)

Farbgestaltung im Babyzimmer – sanfte Töne beruhigen

Babys nehmen in den ersten beiden Lebensjahren Farben anders wahr und reagieren auch anders darauf. Tatsächlich können sie manche kräftigen Farbtöne als „zu laut“ empfinden. Wie eine Farbe im Babyzimmer wirkt, hängt auch von der Lage des Raums, von seiner Größe und davon ab, wie viele Fenster er hat.

  • Nordzimmer: Empfangen eher kühles, indirektes Licht. Hier wirken warme Farbtöne ausgleichend und bringen Gemütlichkeit – empfehlenswert sind: Creme, Beige, Erdtöne, Gelbnuancen
  • Süd- und Westzimmer: Sie erhalten helles Sonnenlicht, das Farben intensiv wirken lässt. Hier kann man gut auch mit kühlen Tönen gestalten, ohne dass es zu nüchtern wirkt – empfehlenswert sind: Blautöne, Grüntöne und auch Grautöne.

Wichtig: Testet alle Farben bei Tageslicht vor Ort. Nur so könnt ihr abschätzen, wie die Farbe tatsächlich im Babyzimmer wirkt.

Auch die Größe des Raums ist entscheidend für die Wandgestaltung. Es gibt ein paar wichtige Grundregeln, die euch bei der Entscheidung helfen können:

Kleine Räume: Pastelltöne (blau, grün, zartes violett) und helle Farben lassen den Raum größer, weiter und „luftiger“ wirken. Wenn ihr auf Muster setzt bei Tapeten, sollten sie eher kleinteilig sein.

Große, hohe Räume: Dunklere Farbtöne, Erdtöne, warme Farben bringen Gemütlichkeit und vermitteln Geborgenheit.

Babyzimmer Wandgestaltung
Probiert unbedingt ein Muster vor Ort aus zu jeder Tageszeit, denn die Farben wirken immer wieder anders, je nach Lichteinfall. (Bild: Ferm Living)

Tapeten im Babyzimmer – sanfte Kulisse oder Statement

Tapeten feiern seit Jahren ein großes Interior-Comeback und gerade im Babyzimmer wirken sie besonders schön, wenn sie gezielt eingesetzt werden. Es gibt unglaublich viele Möglichkeiten, Muster und Ausführungen. Tatsächlich fällt die Entscheidung schwer, weil das Angebot an Tapeten speziell fürs Babyzimmer so groß ist.

Wandgestaltung Babyzimmer
Zarte Blumenmuster in gedeckten Farben sorgen für schöne Effekte (Bild: Lillipinso)

Welche Farben eigenen sich für Tapeten im Babyzimmer?

Für ein harmonisches Babyzimmer empfehlen sich folgende Farbtöne:

  • Warme Naturtöne: Sand, Creme, Greige, Mokka
  • Sanfte Grüntöne: Salbei und Eukalyptus liegen im Trend
  • Zarte Blautöne: Eisblau ist gerade sehr angesagt
  • Warme Töne: Braun- und Terracotta-Töne verleihen Geborgenheit

Wichtig für Eltern in der Recherchephase: Achtet auf schadstofffreie, atmungsaktive Tapeten mit Gütesiegel. Im Babyzimmer sind gesundheitlich unbedenklich Materialien essenziell.

Eine Akzentwand mit Tapete als Statement

Alle vier Wände zu tapezieren kann schnell zu viel sein, besonders wenn ihr ein auffälliges Muster wählt. Eine Akzentwand hinter dem Babybett, der zukünftigen Krabbelecke oder der Wickelkommode ist eine gute Alternative. Das wirkt stilvoll, ohne den Raum optisch zu verkleinern oder zu überladen. Eine Akzentwand bringt Tiefe in den Raum und macht ihn sofort wohnlicher.

Beliebte Motive für Babyzimmer-Tapeten:

  • Zarte Blumenmuster
  • Tiermotive in allen möglichen Ausprägungen, von realistisch bis verspielt
  • Skandinavisch inspirierte Minimal-Prints
  • Dschungel- oder Waldmotive
  • Naturinspirierte Designs in Beige, Salbeigrün oder in kräftigen Erdtönen
Tapete Babyzimmer
Ein Dschungelmotiv schmückt die Statement-Wand im Babyzimmer. (Bild: Photowall)

Wandsticker fürs Babyzimmer – verspielt und schnell angebracht

Wandsticker sind eine unkomplizierte Alternative zur Tapete. Sie lassen sich schnell anbringen und auch schnell wieder entfernen. Oft gibt es richtige Sets, mit denen sich kleine Welten und schöne Effekte gestalten lassen.

Die Vorteile von Wandstickern:

  • Du brauchst keinen Kleister oder andere Hilfsmittel
  • Sie sind leicht austauschbar
  • Mit Wandstickern kannst du kleine Flächen problemlos gestalten
  • Sie lassen sich rückstandslos wieder entfernen
  • Du musst dich nicht dauerhaft auf ein Design festlegen

Auch hier ist die Auswahl riesig und reicht von Zirkusmotiven, Raketen über Blumenwiesen bis hin zu Sternen, Regenbogen und allen möglichen Tiermotiven.

Wandsticker Babyzimmer
Mit aufeinander abgestimmten Wandstickern könnt ihr tolle Effekte im Babyzimmer erzielen. (Bild: Lillipinso)

Besonders beliebte Sticker im Babyzimmer sind:

  • verstreute kleine Sterne oder Punkte
  • Wolkenmotive
  • Tierfamilien von realistisch bis niedlich
  • personalisierte Namenssticker
  • Pflanzenelemente wie Blätter oder Zweige
  • Blumenmotive

Damit das Zimmer nicht unruhig wirkt solltest du dich auf ein oder zwei Motive beschränken oder auf aufeinander abgestimmte Motive. Wähle am besten eine einheitliche Farbwelt oder einen einheitlichen Stil. Lass genügend Fläche frei, damit das Zimmer nicht überladen wirkt. Wichtig ist, zuvor schon die Möbel passend gestellt zu haben. Dann lassen sich mit Stickern die besten Effekte erzielen und du bekommst ein schönes Gesamtbild.

Babyzimmer Wandgestaltung
Mit Wandstickern könnt ihr im Babyzimmer gezielt Akzente setzen. (Bild: Lillipinso)

Materialien und Sicherheit im Babyzimmer

Damit das Baby ohne schädliche Einflüsse in seinem kleinen Reich sein kann, solltest du auf die Auswahl der Materialien ganz besonders achten. Folgende Voraussetzungen sollten sie erfüllen:

  • Geruchsarm und schadstofffrei
  • frei von Lösungsmitteln (bei Tapetenkleber etc.)
  • keine reflektierenden Oberflächen in der Nähe des Babybettchens
  • keine ablösbaren Kleinteile in Griffnähe anbringen
  • Tapeten mit Gütesiegel wählen

Bei Stickern solltest du darauf achten, dass sie sich nicht leicht ablösen lassen. Denn wenn das Baby erstmal krabbelt, wird es die Sticker bestimmt näher begutachten wollen und auch einmal daran zupfen.

WAndgestaltung
Ein Wandmotiv wie dieses „wächst“ mit dem Kind mit (Bild: Rebel Walls)

Bei Tapeten hast du die Auswahl zwischen Papier- und Vliestapeten. Hier sind die wichtigsten Eigenschaften kurz zusammen gefasst:

  • Stabilität: Vliestapeten haben ein textiles Trägermaterial, das sehr stabil und reißfest ist. Für Anfänger ist es besser geeignet, weil es sich beim Kleben nicht verzieht. Allerdings braucht es bei Motiven die auf Stoß geklebt werden müssen auch hier ein wenig Übung und Geduld. Papiertapeten reißen leichter und können bei Feuchtigkeit quellen.
  • Verarbeitung: Vliestapeten könnt ihr direkt auf die Wand kleben – also Wand kleistern und ran mit der Tapete. Papiertapeten werden eingekleistert und müssen dann fünf bis zehn Minuten „einweichen“.
  • Wiederentfernung: Vliestapeten lassen sich oft sogar im trockenen Zustand bahnenweise von der Wand abziehen. Papiertapeten müssen vor dem Ablösen oft eingeweicht werden.
  • Langlebigkeit: Vliestapeten eignen sich gut für alle Wohnräume, auch für Küchen und Badezimmer, da sie (etwas) Feuchtigkeit besser vertragen. Papiertapeten sind aufgrund ihrer Atmungsaktivität gut für ein gesundes Raumklima.
  • Preis: Vliestapeten sind aufgrund des Materials meist teurer als Papiertapeten.

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