Babyausstattung: Wann muss was angeschafft werden?
BABY, Erstausstattung, Ratgeber
Mit dem positiven Schwangerschaftstest beginnt für Eltern eine spannende Zeit der großen Veränderungen. Der Babybauch wächst und außerdem stellt sich die Frage, was an Erstausstattung fürs Baby benötigt wird. Hier kommen unsere Tipps.
Wann wird der Kinderwagen gekauft und das Babybettchen ausgesucht? Oder soll es lieber eine Wiege oder ein klassischer Stubenwagen sein? Zwischen so vielen Dingen können Eltern heute wählen. In unserer Checkliste für die Schwangerschaft findet ihr alle wichtigen Infos, in welchem Monat werdende Eltern was an Erstausstattung fürs Baby kaufen sollten. Vom richtigen Zeitpunkt zum Kauf der Babyschale bis zum Inhalt der Kliniktasche.
Das solltet ihr schon während der Schwangerschaft kaufen:
6. Monat – Der Kauf des Kinderwagens steht an

Der Kinderwagen ist eine der wichtigsten Anschaffungen in der Schwangerschaft. Bevor ihr euch zum Kauf entschließt, raten wir, einige Modelle live anzusehen und auszuprobieren. Im Fachhandel werden ihr zu den Funktionen, Besonderheiten, den Vor- und Nachteilen der verschiedenen Kinderwagenmodelle beraten. Es ist trotzdem unverzichtbar, ein wenig Recherche vor dem Kauf zu betreiben.
Folgende Fragen solltet ihr euch beantworten:
- Welche Art von Kinderwagen wollt ihr?
- Wie viel Platz habt ihr in der Wohnung oder im Haus, um ihn unterzustellen?
- Passt der Kinderwagen in den Kofferraum eures Autos?
- Lebt ihr in der Stadt und braucht eher einen Kinderwagen der leicht und schmal gebaut ist?
- Lebt ihr naturnah und der Kinderwagen soll für die Spazierfahrten auch geländetauglich sein?
Wichtig: Wenn ihr ein ganz bestimmtes Kinderwagenmodell in einer Lieblingsfarbe haben wollt, müsst ihr mit bis zu zehn Wochen Lieferzeit rechnen.
Über die verschiedenen Kinderwagen-Typen und welche Vorteile sie haben, könnt ihr euch auch hier informieren:
8. Monat – Babybett und Wickelkommode werden angeschafft

Jetzt ist die Entscheidung fällig: Soll das Baby die erste Zeit im Bettchen, in der Wiege oder im Stubenwagen schlafen? Vielleicht entscheidet ihr euch auch für ein Beistellbett, was fürs nächtliche Stillen ungemein praktisch ist. Die Matratze sollte in jedem Fall einige Wochen auslüften, bevor das Baby darauf schläft.
Vielleicht braucht ihr auch eine Wickelkommode. Die sollte vor allem Stauraum für Windeln, Bodys und andere Accessoires haben. Anfangs bringt ihr erfahrungsgemäß die ganze Babygarderobe in der Wickelkommode unter. Den Kauf eines extra Kleiderschrankes fürs Babyzimmer könnt ihr also getrost noch vertagen.
Wenn ihr keine extra Wickelkommode anschaffen wollt, lässt sich auch die Waschmaschine mithilfe einer einfachen Wickelauflage umfunktionieren.
Auch hier wichtig: Babybettchen und passende Wickelkommode haben ebenfalls Lieferzeiten von etwa sechs bis acht Wochen.
9. Monat – Babyschale und Babykleidung

So langsam wird es ernst: Jetzt könnt ihr nach und nach alles besorgen, was ihr im Krankenhaus und in den ersten Wochen daheim braucht. Nutzt dafür unsere ausführliche Checkliste für die Erstausstattung.
Wichtig ist zum Beispiel auch eine Babyschale für die Autofahrt von der Klinik nach Hause. Wenn ihr kein eigenes Auto habt und die Babyschale nur für diese eine Fahrt benötigt, solltet ihr euch auf jeden Fall eine leihen.
Das könnt ihr nach der Geburt anschaffen
In den ersten Tagen nach der Geburt: Windeln und Feuchttücher

Während Mama und Baby noch im Krankenhaus sind, kann der frischgebackene Papa schon einmal einen großen Vorrat an Windeln und eventuell Feuchttüchern kaufen. Jede Hebamme wird euch raten, zuhause die Reinigung des Windelbereichs mit einem Tuch und Wasser zu bevorzugen. Das ist gut für Babys zarte Haut und natürlich auch für die Umwelt. Doch für den Notfall und für unterwegs sind Feuchttücher einfach praktisch. Ihr sollte nur auf eine besonders milde Formulierung achten, denn je weniger Inhaltsstoffe in den Babyprodukten sind, desto besser ist es.
Wenn ihr ambulant, im Geburtshaus oder zuhause gebären wollt, solltet ihr das Nötigste zu Hause haben, siehe oben in unserer Checkliste.
Einen Monat nach der Geburt – eine praktische Babytrage
Wer sein Baby oft und gerne trägt, für den ist eine Babytrage ideal. Ob ihr mit einem Tragetuch oder einem Carrier besser zurechtkommt, zeigt ein Praxistest. Auch hier solltet ihr vorab testen, was euch am besten gefällt und was für euch im Alltag am praktischsten erscheint. Es gibt so viele Varianten an Babytragen, dass bestimmt für jeden das richtige Modell dabei ist.
Drei Monate nach der Geburt – Zeit für eine Babywippe
Auch wenn die meisten Babywippen laut Hersteller schon für Neugeborene freigegeben sind, sollte das Baby in den ersten Lebensmonaten nur in Ausnahmefällen in der Wippe liegen, da der Druck auf die noch weichen Lendenwirbel noch zu groß ist. Ab einem Alter von etwa drei Monaten haben Babys Spaß am Beobachten ihrer Umgebung, sodass die Anschaffung einer Wippe sinnvoll ist.
Und: Sobald Beikost gegeben wird, kann das Baby auch in der Wippe gefüttert werden.
Fünf Monate nach der Geburt – ein Hochstuhl für den Familientisch

Sobald das Baby imstande ist, selbstständig zu sitzen, kann es in einem Hochstuhl bei den Mahlzeiten mit am Tisch sein. Auf manche Modelle lassen sich Wippen montieren, sodass Hochstühle auch schon früher für Babys geeignet sein können. Diese haben den Vorteil, dass das Kleine schon recht früh mit „am Tisch“ dabei sein kann und durch die erhöhte Position voll im Geschehen ist.
Sechs Monate nach der Geburt – der Buggy als leichte Alltagsalternative

Als Alternative zum Kinderwagen kann nun ein Buggy eingesetzt werden. Viele Kinder werden auch in diesem Alter so neugierig, dass sie einfach nicht mehr im Kinderwagen liegen wollen, sondern aufrecht die Welt entdecken möchten. Ein Buggy ist leichter und wendiger und gerade bei Ausflügen in der Stadt super praktisch, weil er sich leicht transportieren lässt und zum Beispiel im öffentlichen Nahverkehr einfacher zu handeln ist. Auch für eine Urlaubsreise ist ein Buggy ideal.
Ein paar Abstriche müsst ihr beim Komfort fürs Baby machen, denn obwohl viele Buggy-Modelle inzwischen auch in der Technik und vor allem der Statik viel besser ausgestattet sind, kommt vor allem die Federung nicht an einen stabilen Kombikinderwagen mit großen Reifen heran. Alternativ könnt ihr einen Sportsitz auf das Kinderwagengestell montieren. So habt ihr den Komfort des robusten Kinderwagens und das Baby kann das Geschehen im Sitzen besser mitbekommen Achtet sowohl beim Buggy als auch beim Sportsitz, dass das Baby eine gute Fußstütze hat. Das ermöglicht einen ergonomisch besseren Sitzkomfort.