Camping mit Baby: Alles Wichtige auf einen Blick

BABY, FAMILIE, Mobil, Reise

Isabelle Jänchen

Camping mit Baby. Los geht’s, ab in die Natur! Scheut euch nicht davor, auch mit eurem Neugeborenen oder Kleinkind unterwegs zu sein. Auch Eltern dürfen weiterhin neue Dinge ausprobieren, selbstverständlich auch mit kleinen Kindern an Bord.

Das A und O für dieses Campingabenteuer ist eine gute Vorbereitung. In diesem Beitrag geben wir euch hilfreiche Tipps zur Organisation und Ausstattung und informieren euch darüber, worauf es sonst noch ankommt.

Ein Abenteuer, von dem man noch viele Jahre später erzählen wird! ©Gettyimages

Lieber Zelt oder Wohnwagen?

Camping mit dem Wohnwagen ist natürlich die komfortablere Alternative zum klassischen Zelten, insbesondere mit Baby.
Auch bei schwierigen Wetterverhältnissen ist man im Wohnwagen optimal geschützt. Auch bei Starkregen läuft man nicht Gefahr, dass der Schlafplatz überflutet wird. Generell wird in diesem Fall keine Feuchtigkeit in die Schlafräume eindringen. Ein weiterer Vorteil beim Camping mit einem Wohnwagen ist, dass dieser weitaus mehr Stauraum bietet. Darüber hinaus lässt sich alles geordnet und gut erreichbar lagern. Auch die Zubereitung der Babynahrung gelingt hierbei weitaus einfacher.

Die Geräusche sind gedämpfter und es ist nicht so hellhörig wie in einem Zelt. In einem Wohnmobil lassen sich ausserdem Kinderwagen und all die anderen benötigten Dinge problemlos mit transportieren.

Sofern ihr doch mit Auto und Zelt reisen möchtet, erkundigt euch im voraus genau über die Möglichkeiten auf dem Campingplatz. Kinderfreundliche Campingplätze verleihen Kinderwagen und Betten. Zusätzlich stellen einige einen Wickelraum und eine Küche zur Verfügung. Es lohnt sich also, vorher nachzufragen!

Welches Zelt eignet sich für das Camping mit Baby?

Am besten und komfortabelsten eignen sich Zelte mit mehreren Kabinen. Hier hat man die Möglichkeit einen festen Platz zum Wickeln einzurichten. Darüber gibt es genügend Platz, um alle Dinge übersichtlich zu verstauen.

Eine weiterer Vorteil: das Baby kann bereits in einer Kabine schlafen, während der Rest der Familie im „Aufenthaltsraum“ noch isst, liest oder spielt.
Sogenannte Familienzelte bieten genügend Platz und teilweise Stehhöhe. Dies erweist sich schnell als rückenschonender, als wenn man sich jedes Mal mit einem Baby im Arm ducken muss, um in das Zelt rein- oder rauszugelangen.
Natürlich klappt das auch mit einem einfachen Zelt, das für mindestens drei Personen ausgelegt ist. Allerdings kann es in dem Fall schneller chaotisch werden und zu Unruhen kommen. Jede Familie kann dies am besten für sich selbst einschätzen und kennt sich selbst am besten.

Wie wickel ich mein Baby auf dem Zeltplatz?

Eine wattierte Wickelunterlage und eine kleine Wickeltasche lassen sich schnell verstauen und man hat alles in einem sofort zur Hand.
Für unterwegs, als auch in einem kleinen Zelt ist man in diesem Fall tagsüber und nachts mit allem ausgestattet, was man zum Wickeln braucht. Zusätzlich kann man im Zelt einen festen Platz einrichten, sofern dies größenmäßig möglich ist.
Eventuell stellt der Campingplatz aber auch einen Wickelbereich zur Verfügung.

Wo kann ich mein Baby zwischendurch ablegen?

Um zwischendurch die Arme freizubekommen gibt es zahlreiche Möglichkeiten. Hauptsache Schatten! Auf einer Decke unter einem Sonnensegel, in einer Strandmuschel oder in der Babywippe, die mittransportiert wurde. Hier lässt es sich euer Baby sicherlich für einige Zeit gut gehen. Hauptsache ein paar Spielzeuge sind dabei und ihr seid im Blickfeld des Kindes.

Der optimale Schlafplatz für’s Baby

Draussen

Mittlerweile gibt es so genannte Baby-Pop-Up Betten, die mit einem UV-Schutz ausgestattet sind und das Baby zusätzlich mit einem Netz vor Mücken schützen. Damit das Baby nicht in der prallen Sonne schläft, sollte man es in jedem Fall unter einem Sonnensegel platzieren.
Hauptsache raus aus der prallen Sonne für das Kleine! Auch in der Babytrage lieben es die meisten Baby’s.
Alternativ kann man natürlich aus das Baby-Reisebett mitnehmen und das Baby dies als Spielwiese und gleichzeitig als Schlafplatz nutzen lassen. Wer mit dem Auto anreist, hat die Babyschale natürlich mit dabei. Um die Arme frei zu haben kann das Kind auch dort zwischendurch für eine kurzes Nickerchen ablegt werden.

Im Zelt

In einer ungewohnten Umgebung fühlt sich euer Baby zwischen seinen Eltern am wohlsten. Je nach Jahreszeit nicht zu dick einpacken, eine schöne weiche Unterlage und ihr wärmt euer Baby zusätzlich mit eurer Körperwärme.
Je nach Zeltart kann man alternativ ein Reisebettchen nutzen. Oft sind diese allerdings zu sperrig. Dennoch sind sie gut isoliert, geräumig und bieten Schutz vor gemeinen Mücken.

Wie transportiere ich mein Baby am besten?

Ganz klar: Wenn’s um’s spazieren geht sollte man unbedingt ein Tragetuch oder die Babytrage mit dabei haben.
Bei Wanderungen oder längeren Ausflügen eignet sich ein Baby-Tragerucksack, der in seiner Machart dem Trekkingrucksack ähnelt.

Eine Konstruktion aus leichtem Aluminium hält das Kind im Sitz.Einiger der Modelle bieten einen sicheren Stand auf dem Boden und haben einen Sonnenschutz integriert.

Wenn es nicht über Stock und Stein gehen muss, dann lohnt sich auch das Mitnehmen des Sport-Kinderwagens oder dem Buggy.

Wie viel Kleidung muss eingepackt werden?

Die meisten Campingplätze bieten die Nutzung von Waschmaschinen und Trocknern an. Darüber sollte man sich vor Antritt des Urlaubs am besten informieren. Sofern diese Möglichkeit besteht, reicht Kleidung für 5-7 Tage aus.
Sofern das Baby schon beginnt die ersten Schritte zu machen oder auch schon häufig mit dem Krabbeln unterwegs ist, eignen sich für den Sommer Strand- oder auch klassische Sandalen. So sind die kleinen Füsschen optimal geschützt.

Worauf kommt es noch an?

Im Idealfall sollte der Campingurlaub in einer Saison organisiert werden, in der es im Zielort weder zu heiss noch zu kalt und weder zu regnerisch noch zu trocken ist.
Eltern sollten – egal für welchen Ort – wetterfeste Kleidung sowie ausreichend Sonnenschutz einpacken.

Hierbei nebe Sonnenschutz als Creme, auch an schützende Kleidung denken. Zusätzlich auf genügend Schattenmöglichkeit achten.
UV-Badeanzüge bieten Schutz und natürlich den Sonnenhut nicht vergessen.

Sofern das Baby bereits krabbelt oder erste Gehversuche macht solltet ihr auf folgendes achten. Stellt sicher, dass Gewässer, Abhänge, befahrene Strassen und auch Kabel und Strom weit genug von eurem Platz entfernt sind.

Auf der Packliste sollten außerdem ein Mückenschutz, Zeckenkarte, ein paar Medikamente sowie eine erste-Hilfe-Versorgung nicht fehlen.

Eine weiterer wichtiger Tipp: beide Elternteile sollten wissen, wo sich alle wichtigen Dinge befinden!

Die Checkliste zum Abhaken

Eine Liste zum Abhaken kann helfen, nichts zu vergessen. Falls doch etwas übersehen wird, gibt es in Urlaubsgebieten normalerweise die Möglichkeit Dinge einzukaufen. Keine Panik!

Dies sind die wichtigsten Dinge auf einem Blick:

  • Babynahrung
  • Fläschchen
  • Windeln
  • Feuchttücher
  • Swaddles und Lätzchen
  • Wickelunterlagen
  • Waschlappen und Handtücher
  • Babykleidung für warme und kalte Tage (Kopfbedeckung nicht vergessen)
  • Babyschlafsack
  • eine Notfallapotheke mit Verbandzeug, Nasenspray, Desinfektionsmittel, Zecken, Cremes&Salben, Fieberthermometer, Fieberzäpfchen & Co) Hierzu lasst ihr euch am besten in der Apotheke beraten
  • Badeutensilien (Shampoo, Badeanzug/-Hose, Badespielzeug)
  • Zahnbürste, abhängig vom Alter Ihres Babys
  • wattierte Babydecke
  • ein ausgewähltes Lieblingsspielzeug
  • Sonnencreme und Anti-Mückenspray
  • Sonnensegel
  • ggfl. Babyreisebett
  • Mückenschutz (Netz für Babybett etc.)
  • Viel Spaß bei eurem ganz persönlichem Abenteuer!Titel- und Teaser-Bild: Gettyimages

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