Mit Baby im Wohnmobil

Mit Wohnmobil und Kind durch Europa: Es geht an die Ostsee

FAMILIE, Reise

Loreen, Matze und Tochter Tilli (2) nehmen uns in diesem Sommer mit auf ihre dreimonatige Reise in ihrem Wohnmobil Elton. Ziel: Unbekannt! Die erste Station auf ihrem abenteuerlichen Trip machen sie an der Ostsee: in Greifswald und auf Rügen.

Text und Fotos: Loreen Hinz

Auf dem Weg in unseren Urlaub legen wir einen ersten Stopp bei den Großeltern in der Nähe von Greifswald ein. Sie haben dort ein Haus mit großem Grundstück und außerdem sehen sie Tilli nur ein oder zweimal im Jahr. Dementsprechend groß ist natürlich auch die Freude über unsere Ankunft bei Großeltern und Enkelin.

Die Eingewöhnung fällt Tilli nicht so leicht, denn alles ist ungewohnt und sehr aufregend. Die ersten zwei bis drei Tage ist sie völlig überdreht und es braucht viel Geduld, sie abends ins Bett zu bringen. Sie kommt einfach nicht zur Ruhe. Nach ein paar Tagen allerdings normalisiert sich die Lage, Tilli hat sich an die neue Schlafsituation gewöhnt und versteht langsam, dass wir erst einmal nicht wieder nach Hause fahren werden.

Am Strand in Wampen an der Ostsee

Während unseres Aufenthaltes machen wir mit ihrem Onkel eine Fahrradtour. Es geht über holprige Feldwege zum Strand nach Wampen. Wampen ist ein kleiner, hübscher Ort direkt an der Ostsee bei Greifswald. Der Naturstrand ist ziemlich versteckt, aber sehr schön, mit viel Schilf und Sanddünen und vielen Sandbänken. Tilli liebt es, an Mamas Hand durchs Wasser von einer auf die nächste Sandinsel zu stapfen.

Tilli findet den Strand in Wampen großartig

 

Von Stralsund nach Rügen

Unsere Weiterreise ein paar Tage später steht leider unter keinem guten Stern. Kaum sind wir losgefahren, blinkt die Kühlwasseranzeige, sodass wir schon nach wenigen Kilometern rechts ranfahren und das Problem beheben müssen. Bei so einem alten Auto heißt das: Kindersitz raus, Beifahrersitz ausbauen, Schutzhaube abnehmen, Wasser nach kippen. Nervig! Wir sparen uns dann den langen Weg über Stralsund und setzen in Stahlbrode mit der Fähre auf die Insel Rügen über.

 

Rügen, blauer Himmel: ein Urlaubstag wie aus dem Bilderbuch

 

Tilli ist ganz begeistert, dass der Bus auf das Boot fährt und wir schauen uns das Wasser und vorbeifahrende Schiffe an. Auf Rügen angekommen halten wir nur ein paar Kilometer weiter in Grabow und fahren dort zum Palmer Ort, einem versteckter Küstenabschnitt mit einem idyllischen Strand, der unter Naturschutz steht und herrlich gelegen ist. Man kommt nur über uralte Plattenwege dorthin, dafür haben wir beste Strandlage und manchmal sind wir hier abends ganz allein.

 

Unser altes Wohnmobil hat so seine Macken.

 

Ostseefeeling pur: Rügen ist perfekt für Kinder

Wir spazieren mit dem Drachen in der Hand zur Küstenspitze und werfen Steine ins Wasser. Alles ist wunderbar! Doch dann streikt unser Wasserhahn im Wohnmobil. Nichts geht mehr! Nachdem Matze den halben Bus unter Wasser gesetzt hat, geben wir alle Reparaturversuche auf und fahren zurück zu den Großeltern. Dort bestellen wir einen neuen Wasserhahn fürs Wohnmobil. Eigentlich ein ganz gutes Timing, denn so können wir die heißesten Tage schön in Omas Garten im kühlen Schatten verbringen. Als der Wasserhahn endlich eingebaut ist, geht es zurück zum Palmer Ort auf Rügen. Endlich kann der Urlaub richtig beginnen!

Tilli in Abenteuerlaune

 

Seeluft macht hungrig

 

Unser Strand auf Rügen ist ein Geheimtipp

Wir sitzen morgens mit der Kaffeetasse am Strand in der Sonne, während Tilli Sandberge baut. Wir suchen zusammen mit ihr kleine Muscheln, machen lange Spaziergänge am Strand entlang zu einem Berg gro?er Steine, die scheinbar ideal zum Draufklettern und Runterspringen sind. Dazwischen genießen wir die Ruhe, schauen aufs Meer, lassen uns treiben. Zwischendurch flitzt Tilli mit ihrem Laufrad den Weg entlang zu einer alten verfallenen Jugendherbergsanlage, die eigentlich für größere Kinder mit festen Schuhen zum Entdecken geeignet ist.

Aber wahrscheinlich ist sie gerade darum für sie so interessant. An diesem Strand gibt es zwar wenig Komfort (es gibt keinen Imbiss und auch keine Sanitäranlagen), aber es ist wunderbar idyllisch mit schönem Blick auf die Insel Koos und Greifswald. Wenn guter Wind ist (vor allem am Wochenende), ist dieser Strand ein Geheimtipp für Kiter. Sie treffen sie sich hier mit ihren bunten Drachen zum Surfen auf den Wellen.

 

Ganz schön groß, das Meer

 

Nächste Station: Prora und Binz

Nach drei Tagen fahren wir weiter nach Prora. Wir parken unser Wohnmobil auf einem großzügigen Sandparkplatz in der Nähe vom Strand, der umgeben ist von einem kleinen Wäldchen. Mit dem Fahrrad fahren wir nach Binz, zu einem hübsch angelegten Spielplatz in der Nähe vom „Haus des Gastes“, essen an der Promenade im Peter Pane ganz großartige Burger (die es auch vegetarisch oder sogar vegan gibt) und gehen am Strand und auf der Seebrücke spazieren.

 

Im Sand buddeln, Burgen bauen. Alles möglich im Ferienort Binz Noch ist alles schön ruhig am Strand….

Binz ist für einen Tagesausflug ganz schön, mir persönlich aber viel zu sehr auf Tourismus ausgelegt. Im Sommer ist die Stadt mit den schön restaurierten Häusern voll mit Urlaubern, sodass der Charme etwas verloren geht.
Zurück aus Binz fahren wir noch an den Strand bei Prora. Dort bauen wir unsere erste gemeinsame Sandburg mit Tilli. Mit einem Abstecher nach Kap Arkona im Norden der Insel mit der Inselbahn, dem Leuchtturm, der malerischen Steilküste und dem hübschen Fischerdörfchen Vitt verlassen wir Rügen. Jetzt geht es weiter nach Rostock, Freunde besuchen …

Hier geht’s zur Fortsetzung.

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