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Sauber! Die richtige Nasen- und Ohrenpflege bei Babys

BABY, Pflege

Alexandra Brechlin

Babys sind noch so klein, dass es oft schwierig ist, die winzigen Ohren und Nasen sauber zu halten. Worauf man dabei achten sollte und was man niemals tun sollte, erfahrt ihr hier.

Gerade bei Neugeboren gilt bei der Pflege: Weniger ist mehr. Auch bei der Ohrenpflege. Denn, anders als oft angenommen, ist es oft gar nicht nötig, den Ohrenschmalz  zu entfernen. Zum einen dient der Schmalz als Schutz vor Schmutz und Staub, die so nicht ins emfpindliche Innenohr gelangen können. Zum anderen transportiert das Ohr ĂŒberschĂŒssigen Schmalz automatisch ab und reinigt sich damit quasi wie von allein. Zu wenig Ohrenschmalz kann also ganz schnell zu Ohrenschmerzen fĂŒhren, da die Ohren nicht mehr ausreichend geschĂŒtzt sind.

Keine WattestÀbchen!

Wer die Ohrmuschel seines Babys reinigen will, sollte dringend folgende Regel verinnerlichen: Keine WattestĂ€bchen. Stochert man mit Hilfsmitteln im Inneren des Ohrs herum, so wird das empfindliche Selbstreinigungssystem gestört und man kann so unter UmstĂ€nden sogar  Trommelfell des Babys schĂ€digen was zu bleibenden  Hör- und GleichgewichtschĂ€den fĂŒhrt. Zudem entfernt man mit einem WattestĂ€bchen den Schmalz gar nicht richtig, sondern schiebt ihn lediglich tiefer in den Hörgang hinein. Dort kann sich das Ganze zu einem Pfropfen verdichten, der am Ende unter UmstĂ€nden von einem Arzt entfernt werden muss.

Wasser genĂŒgt

Besser: Nach dem Waschen oder Baden mit einem feuchten Tuch die Ohrmuschel und den Ă€ußeren Bereich des Ohres vorsichtig abwischen. Spezielle BabywattestĂ€bchen, die vorne besonders dick und weich sind, eignen sich dafĂŒr ebenfalls gut. Nicht vergessen sollte man dabei die Falte hinter dem Ohr. Hier sammeln sich besonders hĂ€ufig Milch oder Speichelreste. Nach dem Abwischen der Ohren das Abtrocknen nicht vergessen, sonst können sich wunde Stellen entwicklen. Im ĂŒbrigen: Auch fĂŒr Erwachsene ist es besser, den Ohrenschmalz in der Ohrmuschel nur mit einen feuchten Waschlappen oder einen Wattebausch abzuwischen anstatt mit WattestĂ€bchen bis in den Gehörgang zu bohren.

Hilfe gegen verstopfte NĂ€schchen

Ebenso wie die Ohren besitzt auch die Nase eine sogenannte „Selbstreinigungsfunktion“. Auch hier werden Staub und Schmutz durch ein Nasensekret gebunden und ausgeschieden. Doch bei einer Krankheit, wie Schnupfen, gerĂ€t dieeses System aus dem Gleichgewicht. Plötzlich wird zuviel Sekret produziert, was zu Verstopfungen fĂŒhrt. Da Babys noch nicht selbst schnĂ€uzen oder niesen können, brauchen sie in diesem Fall Hilfe von außen um wieder frei atmen zu können.

Immer ganz sanft vorgehen

Dabei lassen sich kleinere Verkrustungen an der Nase am besten mit einem feuchten Wattebausch oder Tuch entfernen. Ganz vorsichtig auf die betroffene Stelle tupfen, bis sich die betroffene Stelle aufweicht und abwischen lÀsst. Damit wird verhindert, dass die emfpindliche Babyhaut verletzt wird, deswegen niemals einfach kratzen.
Befindet sich viel Schleim in der Nase kann man zudem versuchen, diesen mit einem zusammengedrehten Zipfel eines Taschentuchs zu sĂ€ubern. Dabei aber immer sehr genau aufpassen nicht zu tief eindringen, sonst können kleinere BlutgefĂ€ĂŸe oder Adern verletzt werden.
Sollte das auch nicht helfen, gibt es speziell fĂŒr BabynĂ€schen Nasensekretsauger zu kaufen. Die funktionieren wie eine kleiner Blaseblag und pumpen durch Unterdruck Schleim aus der Nase heraus, ohne das diese Anwendung dem Baby wehtut. ZusĂ€tzlich kann eine Kochsalzlösung helfen. Dazu tropft man mit eienr Pipette vorsichtig einige Tropfen auf das Nasenloch um den Schleim zu lockern und schließlich zu entfernen. Nasentropfen – egal wie sanft sie auch sind  – sollte man nur im Notfall verwenden. Denn trotz ihrer raschen Wirkung, fĂŒhren sie bei lĂ€ngerer Anwendung zum Austrocknen der Nasenschleimhaut.
Titelbild: unsplash.com

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