Kim Kardashian, Rebel Wilson & Co.: Diese Stars wurden durch Leihmutterschaft Eltern

Kim Kardashian, Rebel Wilson & Co.: Diese Stars wurden durch Leihmutterschaft Eltern

Menschen, SCHWANGERSCHAFT

Welche Promis haben sich bei der Familienplanung von einer Leihmutter unterstützen lassen? Wir stellen euch prominente Paare vor, die Hilfe in Sachen Babyglück hatten.

Kim Kardashian bekam zwei ihrer Kinder durch Leihmutterschaft, Gabrielle Union spricht bis heute offen über die gemischten Gefühle, die dieser Weg für sie mit sich brachte und Sarah Jessica Parker versuchte jahrelang, erneut schwanger zu werden, bevor ihre Zwillinge von einer anderen Frau ausgetragen wurden.

Leihmutterschaft ist längst kein Tabuthema mehr. Gerade prominente Eltern haben in den vergangenen Jahren dazu beigetragen, diesen Weg zum Wunschkind in der Öffentlichkeit sichtbarer zu machen. Dabei sind die Geschichten hinter der Entscheidung ganz unterschiedlich: gesundheitliche Risiken, unerfüllter Kinderwunsch, erfolglose Kinderwunschbehandlungen oder Familienkonstellationen, in denen eine eigene Schwangerschaft nicht möglich ist.

Wichtig dabei ist zu wissen: In Deutschland ist Leihmutterschaft nicht erlaubt. International gelten sehr unterschiedliche Regelungen. Warum Leihmutterschaft so umstritten ist und wie die Rechtslage in Deutschland, Europa und den USA aussieht, erklären wir ausführlich in unserem Artikel zur Leihmutterschaft.

Diese prominenten Eltern haben offen darüber gesprochen, dass eine Leihmutter beziehungsweise eine sogenannte gestationelle Trägerin eines oder mehrere ihrer Kinder ausgetragen hat.

Kim Kardashian

Kim Kardashian hat vier Kinder mit ihrem früheren Ehemann Kanye West. Die beiden älteren Kinder North und Saint trug Kardashian selbst aus. Tochter Chicago und Sohn Psalm wurden von einer Leihmutter ausgetragen.

Hinter dieser Entscheidung standen in erster Linie gesundheitliche Gründe. Kardashian hatte während ihrer Schwangerschaften unter anderem mit Präeklampsie und Placenta accreta zu kämpfen. Weitere Schwangerschaften wären für sie und die Babys mit erheblichen gesundheitlichen Risiken verbunden gewesen.

Über ihre Erfahrungen mit Leihmutterschaft hat Kardashian anschließend immer wieder öffentlich gesprochen – auch darüber, dass es für sie zunächst nicht einfach war, die Kontrolle über eine Schwangerschaft abzugeben.

Gabrielle Union

Gabrielle Union und ihr Mann Dwyane Wade wurden 2018 Eltern ihrer gemeinsamen Tochter Kaavia James, die von einer Leihmutter ausgetragen wurde. Union hatte zuvor einen langen und belastenden Kinderwunschweg hinter sich. Sie sprach öffentlich über zahlreiche Fehlgeburten, ihre Kinderwunschbehandlungen und ihre Diagnose Adenomyose.

Bemerkenswert ist, wie offen die Schauspielerin auch Jahre später über die emotionalen Seiten der Leihmutterschaft spricht. Auch die Freude über ihre Tochter konnte sie lange nicht darüber hinweg trösten, dass sie selbst nicht fähig war, ein gesundes Kind auszutragen. Lange habe sie sich bei diesem Thema als „Versagerin“ gefühlt, beteuerte der Star immer wieder.

Die Ambivalenz hat auch in den Medien viele Diskussionen ausgelöst. Denn Leihmutterschaft kann zwar der Weg zum ersehnten Kind sein und gleichzeitig mit Trauer darüber verbunden bleiben, eine Schwangerschaft nicht selbst erlebt zu haben.

Rebel Wilson

Rebel Wilson hat zwei Töchter, die beide von Leihmüttern ausgetragen wurden. Die Schauspielerin leidet an polyzystischen Ovarialsyndrom, was eine erfolgreiche Schwangerschaft für sie unmöglich machte. 2022 wurde sie Mutter von Royce Lillian, 2025 bekam sie gemeinsam mit ihrer Ehefrau Ramona Agruma die zweite Tochter: Rose Estelle.

Sarah Jessica Parker & Matthew Broderick

Sarah Jessica Parker brachte 2002 Sohn James Wilkie zur Welt. Sie und Ehemann Matthew Broderick wünschten sich anschließend noch weitere Kinder. Parker erzählte später in Interviews, dass sie immer wieder versucht habe, erneut schwanger zu werden. Das Paar beschäftigte sich schließlich sowohl mit Adoption als auch mit Leihmutterschaft.

2009 wurden die beiden Eltern der Zwillingstöchter Tabitha und Marion, die von einer Leihmutter ausgetragen wurden. Parker erklärte, wie anders es sich angefühlt habe, auf die Geburt ihrer Töchter zu warten, ohne die Schwangerschaft selbst zu erleben und wie außergewöhnlich der Moment gewesen sei, in dem sie ihre Töchter zum ersten Mal sah.

Nicole Kidman

Nicole Kidman ist Mutter von vier Kindern. Mit ihrem früheren Ehemann, dem Schauspieler Tom Cruise, adoptierte sie Tochter Isabella und Sohn Connor. Mit Keith Urban bekam sie später zwei weitere Töchter. Sunday Rose brachte Kidman 2008 selbst zur Welt. Tochter Faith Margaret wurde 2010 von einer Leihmutter ausgetragen.

Kidman und Urban machten die Geburt damals selbst öffentlich und bedankten sich ausdrücklich bei der Frau, die ihre Tochter ausgetragen hatte. Kidman hatte zuvor auch öffentlich über Schwierigkeiten gesprochen, schwanger zu werden. Welche konkreten Gründe letztlich zur Entscheidung für eine Leihmutterschaft bei Faith führten, erläuterte das Paar jedoch nicht im Detail.

Paris Hilton

Paris Hilton und ihr Ehemann Carter Reum bekamen ihre beiden Kinder Phoenix und London durch Leihmutterschaft. Hilton hat immer wieder recht offen darüber gesprochen, warum sie diesen Weg gewählt hat. Traumatische Erfahrungen in ihrer Jugend hätten bei ihr unter anderem eine starke Angst vor allen medizinischen Eingriffen hinterlassen. Auch die Vorstellung von Schwangerschaft und Geburt habe ihr große Angst gemacht.

Lucy Liu

Lucy Liu wurde 2015 mit 46 Jahren Mutter ihres Sohnes Rockwell Lloyd, dank einer Leihmutter. Die Schauspielerin sprach später darüber, dass diese Form der Familiengründung für sie die richtige Möglichkeit gewesen sei. Ihren Sohn zieht sie als alleinerziehende Mutter groß.

Da sie als Schauspielerin stark eingespannt sei, wählte sie diesen Weg Mutter zu werden: „Ich habe einfach beschlossen, dass es Zeit war. Ich wusste, dass ich beschäftigt war und nicht wusste, wann ich aufhören konnte. Ich hatte das Gefühl, dass dies die beste Option für mich war und es stellte sich als die absolut großartigste Sache überhaupt heraus.“

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Elton John & David Furnish

Auch Elton John und sein Ehemann David Furnish wurden mithilfe einer Leihmutter Eltern. Sohn Zachary wurde 2010 geboren, Elijah folgte 2013. Beide Kinder wurden von derselben Leihmutter ausgetragen.

John und Furnish gehörten damit zu den prominenten gleichgeschlechtlichen Paaren, die schon vergleichsweise früh öffentlich über diesen Weg zur Elternschaft sprachen.

Leihmutterschaft bei Stars: Ein normaler Weg zur Familie oder Privileg der Reichen?

Wenn Kim Kardashian, Paris Hilton oder andere Hollywoodstars über Leihmutterschaft sprechen, klingt alles einfach und unkompliziert. So kann schnell der Eindruck entstehen, diese Form der Familienplanung sei einfach eine weitere Möglichkeit. Doch so einfach ist es nicht.

Ein Baby mit einer Leihmutter zu bekommen ist verhältnismäßig teuer, rechtlich kompliziert und in vielen Ländern verboten oder nur unter sehr engen Voraussetzungen erlaubt. Hinzu kommt die ethische Frage, ob eine Frau dafür bezahlt werden sollte, für andere ein Kind auszutragen und wie sich verhindern lässt, dass wirtschaftliche Not dabei ausgenutzt wird.

Die Geschichten prominenter Eltern machen Leihmutterschaft sichtbarer. Sie zeigen aber nur einen kleinen Ausschnitt einer sehr viel größeren Debatte.

Was genau Leihmutterschaft bedeutet, warum sie in Deutschland verboten ist, welche Modelle andere europäische Länder erlauben und warum Befürworter und Kritiker so unterschiedlich auf das Thema blicken, lest ihr in unserem großen Hintergrundartikel: Leihmutterschaft: Warum sie so umstritten ist – und wo sie erlaubt ist.