Windeldermatitis – Erste Hilfe bei wundem Po

BABY, Pflege

Alexandra Brechlin

Ein wunder Po: Darunter leidet jedes Baby einmal. Wir haben eine Hebamme um Tipps gebeten, wie man Windeldermatitis vermeidet und wie ein wunder Babypo schnell wieder abheilt.

Wer einem wunden Po vorbeugen will, sollte das Kind so oft wie möglich nackt (in der kalten Jahreszeit und bei kleinen Babys unter einer Wärmelampe) strampeln  lassen. Auch zu häufiges Waschen oder falsche Cremes und Seifen können schnell zu Hautentzündungen führen.

Hebammen wie Jule Tilgner, die auch den Blog hebammezauberschoen.de betreibt, sind bei der Po-Pflege von Babys der Meinung, dass weniger in diesem Fall immer mehr ist. „Wenn ich mir bei meinen Kunden, die zum ersten Mal Eltern werden, die Austattung ansehe, sage ich eigentlich immer: Diese ganzen Öle und Cremes sind wirklich schön. Aber packen Sie das doch bitte weg. Ihr Baby braucht das nicht“, erzählt sie. „Viele Eltern greifen heutzutage viel zu schnell zu Cremes und Feuchtüchern, die voller Chemikalien sind. Eine gesunde Babyhaut braucht nicht viel mehr als Wasser und Luft.“

Mehr Tipps, was man zur Babypflege wirklich braucht findest du hier.

Wenn das Baby trotz allem einen wunden Po bekommt, gibt es folgendes Tipps:

– Zinkcreme hilft angeschlagener Haut und sorgt dafür, dass keine zusätzliche Feuchtgkeit entsteht
– Sanfte Kamillenbäder
– Die Windel so oft wie möglich ausziehen und Luft an den kleinen Po lassen. Wenn das nicht möglich ist, ein locker gebundenes Musselintuch oder eine Stoffwindel, die beim Krabbeln „kleine Unfälle“ auffangen und trotzdem genug Luft lassen, um den Po wickeln

Sonderfall: Windeldermatitis

Im Normalfall verschwindet der wunde Po nach einigen Tagen von ganz allein wieder. Ein Sonderfall ist jedoch die Windeldermatitis (Dermatitis = Hautentzündung). Dabei reizt der Ammoniak, der sich im Harn befindet, den natürlichen Säureschutzmantel der Haut so sehr, dass die Haut wund wird. Es kann schon etwas Durchfall oder ein minimal verspäteter Windelwechsel ausreichen, damit eine Windeldermatitis entsteht. Manchmal tritt diese Hautveränderung auch nach einer Nahrungsumstellung auf, z.B. wenn man anfängt, dem Baby die ersten Karotten zu geben. Das Vitamin C aus Südfrüchten oder Fruchtsäften und ähnliche säurehaltige Lebensmittel können die Dermatitis ebenfalls auslösen.

Erste Anzeichen sind ein beißender Ammoniakgeruch beim Windeln wechseln und schließlich die bereits genannten Hautentzündungen. Damit einher gehen dann Rötungen, Bläschen, Pusteln oder Krusten, die sich im schlimmsten Fall vom Gesäß in Richtung Genitalien, Innenseite der Oberschenkel und Unterbauch ausbreiten. Zudem kann das Baby starken Juckreiz und ein Brennen während des Stuhlgangs verspüren.
Ist die Dermatitis besonders schlimm, können sich die Pickelchen sogar öffnen und anfangen zu bluten. Bei deartigen Entzündungen im Windelbereich ist ein Besuch beim Kinderarzt ratsam, damit dieser  anhand einer Stuhl- oder Blutprobe feststellt, welche Ursachen für die Hautentzündung vorliegen.

Auch bei wundem Po gilt: Nur keine Panik

Ob wunder Po oder auch die etwas schlimmer anmutende Windeldermatitis: Alles kein Grund, sich Vorwürfe zu machen. Nichts ist so zart wie Babyhaut in ihrem ersten Lebensjahr, wenn sich der natürliche Säureschutzmantel der Haut erst noch ausbilden muss. Es ist also kein Wunder, dass fast jedes Baby durch das permanent feuchte Klima in der Windel früher oder später mal unter einem wunden Po leidet. Solange Mama und Papa wissen, was zu tun ist, verheilt die Haut auch ebenso schnell, wie sie sich entzündet.

Weniger ist mehr. Sanfte Produkte, die für einen gesunden Po sorgen:

 

 

Bild: unsplash

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