
3 coole Sportarten mit und ohne Babybauch
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Für das Training während und nach der Schwangerschaft werden meist Yoga und Pilates empfohlen. Doch es gibt mehr Möglichkeiten, sich fit zu halten und den Körper auf die Geburt und die Rückbildung vorzubereiten.
Viel Wasser trinken, sich abwechslungsreich und ausgewogen ernähren, ausreichend schlafen: Dies sind die allgemein gültigen Regeln für ein gesundes Leben, die zu jeder Zeit wohltuend sind. In den neun Monaten der Schwangerschaft spielen Bewegung und Sport eine ganz besonders wichtige Rolle.
Mums-to-be, die in der Schwangerschaft regelmäßig Sport treiben, bereiten sich auch dadurch optimal auf die Geburt vor und haben weitere gesundheitliche Vorteile. Diese reichen von einem trainierten Beckenboden, einem gestärkten Herz-Kreislauf-System bis zu weniger Wassereinlagerungen und dem Vermeiden einer übermäßigen Gewichtszunahme. Auch das Ungeborene profitiert davon, wenn sich die Mutter regelmäßig bewegt, denn unter anderem wird die Plazenta dann besser durchblutet.
Coole Sportarten während und nach der Schwangerschaft
Natürlich sind nicht alle Sportarten für werdende Mütter geeignet, doch einige sind eine echte Wohltat für Körper und Geist. Yoga und Pilates werden in der Regel gerne für Schwangere empfohlen. Aber es gibt auch etwas dynamischere Möglichkeiten, kombinierte Übungen aus verschiedenen Sportarten, die ein bisschen mehr Power versprechen, ohne die Schwangerschaft zu beeinträchtigen.
Trotzdem gilt für jede Schwangere eine goldene Regel: Sprich mit dem Arzt oder der Ärztin, bevor du welche Sportart auch immer ausübst. Und auch nach der Geburt solltest du vorab mit Hebamme und Ärztin klären, welcher Sport in welcher Frequenz dir gut tut und ab wann du wieder trainieren kannst.

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Fit in der Schwangerschaft mit Barre-Training
Diese Trainingsart, die es seit einiger Zeit auch in Deutschland gibt, verspricht Vorteile auf ganzer Linie. Es handelt sich um eine Mischung aus Tanz, Yoga und Pilates, die die Grundbewegungen des Balletts unter Fitnessgesichtspunkten neu interpretiert. Geübt wird wie beim klassischen Ballett vor dem Spiegel und an der Stange. Im Vergleich zu anderen Sportarten verbessert dieses Tanztraining nicht nur den Stoffwechsel, sondern auch die Körperhaltung und die Koordination.
Außerdem setzen Rhythmus und Musik eine Mischung aus Endorphinen frei, was sich positiv auf die Stimmung auswirkt. Eine Barre-Trainingsstunde dauert etwa 40 bis 60 Minuten und besteht aus einem anfänglichen Aufwärmen (ohne Stange), einer etwa 20-minütigen Einheit an der Stange, einer Trainingseinheit für die oberen Gliedmaßen und einem abschließenden Teil mit Bodenarbeit, die sich in der Regel auf das Gesäß und den Bauch konzentriert, sowie einem Entspannungsslot.
Die eigene Gelenkigkeit ist dabei ein ebenso wichtiger Aspekt wie die Stärkung der Körpermitte, des Gleichgewichts und der allgemeinen Körperhaltung. Es gibt übrigens auch Kurse ohne Stange (Barreless), die die Mitte des Raumes für das Training von Kombinationen und Schrittfolgen nutzen. Die Kurse lassen sich abwechslungsreich gestalten und es werden hier mitunter auch gängige Pilates- und Fitnessgeräte verwendet.
Für Schwangere gilt: Die Übungen für die Bauchmuskulatur besser auslassen. Ansonsten beim Training auf dein Gefühl hören und immer wieder kleine Pausen einlegen, damit es nicht zu anstrengend wird. Nach der Schwangerschaft solltest du darauf achten, die Bauchmuskeln ganz langsam und sanft zu trainieren, denn die Bänder zwischen den Muskelplatten sind extrem gedehnt und ziehen sich während der Rückbildungsphase erst nach und nach wieder zusammen.
Styling Tipps:
Hier finden sich ganz klassische Styling-Elementen aus dem Ballett wieder: Leggins, Schläppchen, wärmende Stulpen sind für dieses Training genau das Richtige.




Eine starke Mitte mit Cantienica
Sie wurde von der Schweizerin Benita Cantieni entwickelt. Als Pionierin in der Erforschung des Beckenbodens erkannte Cantieni theoretisch und praktisch, dass die allgemeine Bewegungsfähigkeit maßgeblich von der Integration der Beckenboden-, Becken- und Hüftmuskulatur abhängt. Wir wissen, dass gerade in der Schwangerschaft und vor allem auch danach das Beckenbodentraining äußerst wichtig ist.
Beim Cantienica-Training wird das Beckenskelett perfekt ausgerichtet und die drei Schichten des Beckenbodens werden mit den Muskeln im Rücken, im Bauch, im Gesäß und im Bein in Einklang gebracht. Das verwandelt den Rumpf in ein Kraftkorsett, weckt die Kraft des Beckenbodens, optimiert die allgemeine Haltung und schützt Kreuzbein-, Hüft- und Wirbelgelenke.
Dieses spezielle Training steigert nicht nur die Kraft und Elastizität des Beckenbodens, es verbessert auch die Körperwahrnehmung für die Veränderungen in jeder Phase der Schwangerschaft. So könnt ihr die Entwicklung des wachsenden Bauchs bewusst genießen. Typische Schwangerschafts-Zipperlein die auftauchen, lassen sich durch gezielte Übungen lindern.
Auch bei der Rückbildung ist die Methode perfekt. Vor dem Training sollte die Geburt aber sechs bis acht Wochen zurückliegen und Arzt/Ärztin oder Hebamme zugestimmt haben. Mehrere kurze Trainingseinheiten von 20 Minuten pro Woche sind übrigens viel effektiver als eine lange und viele Übungen lassen sich gut in den Alltag integrieren – perfekt, um Stress und ein Motivationsloch zu vermeiden.
Styling Tipps:
Bequeme Workout-Kleidung ist hier genau richtig. Unverzichtbar in der Rückbildungsphase ist auch ein gut sitzender Sport-BH, vor allem wenn du stillst.




Im inneren Einklang mit Bauchtanz
Für immer mehr Frauen ist während der Schwangerschaft Bauchtanz die Sportart der Wahl, wie ein Boom bei den Anmeldungen für Kurse zeigt. Seit der Antike ist der Bauchtanz eng mit dem Ereignis der Mutterschaft verbunden: von der Empfängnis – es hieß, dass die rhythmischen Bewegungen des Bauches die Entstehung eines neuen Lebens begünstigen – bis zur Geburt, bei der die langsamen, sanften und wellenförmigen Bewegungen dieses Tanzes genutzt wurden, um die „Austreibungsphase“ des Babys zu erleichtern. Somit gilt Bauchtanz als die natürlichste Sportdisziplin, die man während der Schwangerschaft praktizieren kann.
Tatsächlich empfinden die meisten Frauen das Tanzen als sehr angenehm, bis weit in das letzte Schwangerschaftsdrittel. Die Hormone machen die Gelenke und Muskeln flexibler und erleichtern die wellenförmigen und rotierenden Bewegungen. Das Dehnen und Zusammenziehen der Muskeln am Bauch trägt mit dazu bei, die Haut elastisch zu halten, was gut gegen Schwangerschaftsstreifen ist.
Und gerade jetzt kann Bauchtanz den Frauen helfen, wieder in Kontakt mit ihrem Körper zu kommen, Veränderungen positiv wahrzunehmen und eine tiefe Verbindung zu ihrem Baby aufzubauen. Nicht umsonst wird es besonders Mamas empfohlen, die ihr inneres Gleichgewicht wiedererlangen wollen.
Styling Tipps:
Ein bequemer Wickelrock lässt dir genug Beinfreiheit für alle Übungen. Viele Frauen kommen aber auch einfach in ihren normalen Styles zum Bauchtanztraining.



