Dehnungsstreifen entfernen: Diese Möglichkeiten gibt es

Pflege, SCHWANGERSCHAFT

Manchmal hinterlässt eine Schwangerschaft Spuren auf der Haut, in Form von unschönen Dehnungsstreifen. Diese Methoden gibt es zur Entfernung...

Wenn der Bauch in der Schwangerschaft wächst, verändert sich auch das Bindegewebe. Zurück bleiben oft helle Dehnungsstreifen, auch Schwangerschaftsstreifen genannt. Wie „gut“ das Bindegewebe mit diesem Stresstest klarkommt, kann man nur bedingt beeinflussen. Vieles ist bereits genetisch angelegt. Aber auch wenn es zum Äußersten kommt, gibt es inzwischen Hilfe und verschiedene Methoden, mit denen man Dehnungsstreifen mindern kann.

Wie Dehnungsstreifen entstehen

Die Risse in der Unterhaut entstehen meist durch eine Überdehnung des Bindegewebes. In der Schwangerschaft, besonders in der zweiten Hälfte, nimmt der Bauch innerhalb kurzer Zeit beinahe täglich an Umfang zu. Es besteht das Risiko, dass Schwangerschaftsstreifen entstehen. Wie du gezielt durch entsprechende Pflege vorbeugen kannst, verraten wir dir hier.

Natürlich spielen, wie oben schon erwähnt, die Gene eine wichtige Rolle. Manche Frauen haben trotz eines großen Bauchumfangs in der Schwangerschaft keine Dehnungsstreifen, bei anderen zeigen sich nach der Geburt an Bauch und/oder Oberschenkel ganz markante Risse, die weiß bis bläulich schimmern.

Gezielte Pflege schon ab der Frühphase der Schwangerschaft können die Elastizität der Haut positiv beeinflussen. Außerdem ist eine gesunde Ernährung mit wenig Zucker, vielen Ballaststoffen und Vitaminen und der nötigen Zufuhr von wichtigen Mikronährstoffen wichtig. Viel Trinken, wenig Sonneneinstrahlung und regelmäßige moderate Bewegung sorgen zudem dafür, dass die Haut gut durchblutet und weniger anfällig ist für Dehnungsstreifen.

Das kannst du tun, wenn du Schwangerschaftsstreifen wieder los werden möchtest:

Glatte Haut durch Lasertherapie

Dermatologen bieten Behandlungen mit dem Laser an, um Dehnungsstreifen zu entfernen beziehungsweise zu minimieren. Die Fraxel-Laser-Behandlung eignet sich bei weißen Dehnungsstreifen und lässt sie schneller wieder verblassen. Dabei werden mit dem Laser winzige Löcher in den unteren Hautschichten erzeugt, die die Bildung von neuem Bindegewebe beziehungsweise Kollagen anregen. Wie viele Sitzungen genau nötig sind, ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Die Behandlung wird nicht von der Krankenkasse übernommen, muss also privat bezahlt werden.

Besseres Hautbild durch Microneedling

Microneedling kommt gegen Falten, Narben oder Pigmentflecken zum Einsatz und soll auch gegen Dehnungsstreifen helfen. Dabei wird die oberste Hautschicht mit einem Dermaroller oder einem Micro-Needling-Pen behandelt, der mit feinen Nadeln besetzt ist. Die Mini-Verletzungen sollen die Haut zur Neubildung von Kollagen und Elastin anregen, außerdem können so Wirkstoffe wie beispielsweise Hyaluronsäure, Antioxidantien oder Vitamine in tiefere Hautschichten eingeschleust werden.

Microneedling sollte im Optimalfall von einem Experten, also möglichst von einem Hautarzt, durchgeführt werden, es gibt mittlerweile aber auch Dermaroller mit geringerer Nadellänge für die Anwendung zu Hause.

Sanfte Behandlung mit Ultraschall

Eine sanftere Methode, um Dehnungsstreifen zu entfernen, ist die Ultraschallbehandlung. Die Schwingungen des Ultraschalls erzeugen Zwischenräume im Gewebe, die für eine bessere Durchblutung sorgen und die Aufnahme regenerativer Wirkstoffe erleichtern. Je nach Körperregion sind bis zu zehn Sitzungen nötig, um erste Erfolge zu erzielen.

Neue Hautschichten mit chemischen Peelings

Auch chemische Peelings, sogenannte TCA-Peelings (auf Basis von Trichloressigsäure-Lösung) kommen gegen Dehnungsstreifen zum Einsatz. Sie dringen in tiefere Hautschichten vor als herkömmliche Peelings und sind so in der Lage, die Haut zur Produktion von Kollagen beziehungsweise Elastin anzuregen und Schäden zu reparieren.

Kälteschock für ein glattes Ergebnis

Die betroffenen Körperstellen werden bei der Kryotherapie mithilfe von kaltem flüssigem Stickstoff behandelt, um das veränderte Gewebe zu zerstören. Die Behandlung wird in der Dermatologie auch bei Warzen, Tumoren sowie Narben und anderen Gewebserkrankungen eingesetzt. Auch hier solltest du dich an einen Spezialisten, eine Spezialistin wenden, damit eine fachgerechte Anwendung garantiert ist.

Cremes und Lotionen

Grundsätzlich sind äußere Anwendung nicht in der Lage, die Schäden im Hautinneren zu reparieren und die beschädigte Elastinstruktur wiederherzustellen. Das Erscheinungsbild der Dehnungsstreifen kann allerdings im besten Fall abgemildert werden.

Salben mit Vitamin-A, die auch zur Pflege von Narben verwendet werden, helfen, die Sichtbarkeit der Risse zu reduzieren. Vorbeugend sind koffeinhaltige Lotionen zu empfehlen und alles, was die Haut geschmeidig macht. Auch nach der Schwangerschaft, wenn sich der Bauch langsam wieder zurückbildet solltest du die Haut noch regelmäßig pflegen, sanfte Zupfmassagen anwenden und die betroffenen Stellen mit nährenden Ölen und Cremes behandeln.

 

 

 

Bilder: Gettyimages

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