Unser Herz schlägt für: Britney Spears

Unser Herz schlägt für: Britney Spears

Menschen, MUM

Sie ist in ihrer Karriere und in ihren Beziehungen durch Höhen und Tiefen gegangen. Jetzt scheint Britney Spears Frieden mit sich und dem Leben gemacht zu haben.

Man kann Britney Spears mögen, oder es lassen. Man kann zu ihrer – zugegeben wirklich tanzbaren und gut produzierten – Musik abgehen, oder es lassen. Man kann die Blondine sogar sympathisch finden oder es lassen. Aber man kann nicht ignorieren, dass Britney Spears völlig zu Recht Kult ist.

Den Satz „If Britney Spears survived 2007 you can handle today“ ist inzwischen ein feststehender Terminus in der Popkultur – und hilft einem an Pechtagen ungemein. Die Künstlerin ist durch Höhen und Tiefen gegangen, und nach ihrem Totalkollaps in besagtem Jahr 2007 (Kahlrasur, Entziehung des Sorgerechts ihrer Kinder, Drogenmissbrauchsvorwürfe, kurzzeitiger Obdachlosigkeit und einem mehr als eigentümlichen MTV-Auftritt) hat sich vieles in ihrem Leben verändert.

Sie hat sich von ihrem Vater erfolgreich distanziert, Stars wie ihr Ex Justin Timberlake haben erkannt, dass sie falsch über die Künstlerin geurteilt hatten und sind ihr zur Seite gesprungen und Britney selbst hat in ihrem Leben gründlich aufgeräumt und meidet inzwischen das Rampenlicht.

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Der frühe Erfolg von Britney Spears

Mal ehrlich: Alle wollten sein wie sie als Britney Jean Spears mit gerade mal 17 Jahren und ihrem Schulmädchen-Style Popgeschichte schrieb. Der Hit „… Baby One More Time“ verkaufte sich 25 Millionen Mal, der Nachfolger „Oops! … I Dit It Again“ war ähnlich erfolgreich: Die Musikszene hatte eine neue Prinzessin, die Macher hinter ihrem Erfolg eine sprudelnde Geldquelle.

Britney selbst hatte bis dahin ganz auf diesen Moment hingearbeitet. Als Tochter eines wenig erfolgreichen Bauunternehmers und einer Lehrerin, kam sie aus gutbürgerlichem Haus. Mit acht Jahren bewarb sie sich als Moderatorin für den „Mickey Mouse Club“ – und wurde abgelehnt weil sie zu jung war. Drei Jahre später war sie dann alt genug und durfte mit ihrem späteren Partner Justin Timberlake und ihrer Haupt-Konkurrentin Christina Aguilera die Kindersendung moderieren.

Als die Show abgesetzt wurde, war es vor allem Britneys Mutter, die die Karriere ihrer Tochter hartnäckig weiter verfolgte. Sie verschickte Demo-CDs mit Britneys Songs an so ziemlich alle Plattenfirmen, die in erreichbarer Nähe waren – irgendwann biss eine an und einer der erfolgreichsten weiblichen Popstars wurde „geboren“.

Arbeiten bis zum Nervenzusammenbruch

Der Jungstar war bald so erfolgreich wie niemand glauben konnte. Doch irgendwann passte die Rolle der jungfräulichen Pop-Lolita nicht mehr zu der heranwachsenden, jungen Frau. Zudem wurde Britneys Performance und ihre Songs immer aufreizender. Es kamen viele private Probleme hinzu, problematische Ehen (eine hielt gerade mal zwei Tage), Drogengerüchte… 2007 gingen schließlich die Bilder von Britney mit rasierter Glatze um die Welt – ein öffentlicher Hilfeschrei, wie man heute weiß.

Nach ihrem Zusammenbruch übernahm ihr Vater Jamie die völlige Kontrolle über ihr Leben, ihre Finanzen und ihre Karriere. Britney „funktionierte“ weiter und blieb erfolgreich: 2008 bekam sie drei „MTV Video Music Awards“ – die Pop-Prinzessin war zurück mit neuen Songs. Ihr Album „Circus“ schaffte es in acht Ländern auf Platz 1, für die Tour dazu tanzte Britney in 92 Konzerten durch die USA, Europa und Australien – ein mörderisches Pensum.

Doch der Erfolg hielt stand. 2012 saß die Sängerin in der zweiten Staffel der US-Castingshow „The X Factor“, ihre Alben „Femme Fatale“ (2011), „Britney Jean“ (2013) und „Glory“ (2016), landeten weltweit in den Top 10 der Charts. Und es gab weitere Engagements: Von 2013 bis 2017 hatte Britney eine Dauershow in Las Vegas und feierte mit „Britney: Piece of Me“ dort einen dauerhaft großen Erfolg.

Britney Spears
Britney Spears im Oktober 2018 in Las Vegas. (Photo by Ethan Miller/Getty Images)

#FreeBritney: Selbstbestimmung als neues Lebensziel

Alles läuft gut, doch ihr Vater macht all die Jahre keinerlei Anstalten, die Vormundschaft über seine Tochter wieder abzugeben. Obwohl Britney Spears alle Auflagen erfüllt und schon längst wieder ein normales Leben führen könnte. Machtmißbrauch? Gewinnsucht? Jedenfalls gerät die Situation zunehmend in die öffentliche Kritik.

Unter dem Hashtag “freeBritney“ formieren sich Fans und viele Prominente, die sich für die Selbstbestimmung des Stars aussprechen, darunter Cher, Miley Cyrus, Justin Timberlake und Christina Aguilera. Sie stehen Britney in den Social Medias bei. Die erfolgreiche Doku „Framing Britney Spears – Die Geschichte hinter #freeBritney“ trug schließlich entscheidend mit dazu bei, dass immer mehr Menschen sich fragten, was da los sei und die Entmündigung in Frage stellten. Lange Zeit beschäftigen sich die Gerichte intensiv mit dem Fall, zusätzlich wurde eine Menschenrechtsorganisation eingeschaltet.

Nach zahlreiche Schlagzeilen und Berichterstattungen hebt ein Gericht in Los Angeles endlich die Vormundschaft im November 2021 auf. Britney äußert sich danach mit schweren Vorwürfen gegen ihren Vater: “Er ruinierte den tiefsten Kern meiner Existenz“. Seitdem kämpft sie sich zurück in ein Leben, das sie ganz und gar selber gestalten kann.

Britney Spears
Britney Spears mit ihren Söhnen Jayden Federline and Sean Federline bei der Premiere des Films „Die Schlümpfe 2“ 2013 in Westwood, California. (Photo by Alberto E. Rodriguez/Getty Images)

Kommt Britney Spears zurück auf die Bühne?

In dem Zusammenhang wurde auch viel spekuliert über ein mögliches Comeback des Popstars. Doch auf Instagram ließ Britney Spears keinen Zweifel daran, dass an all diesen Gerüchten nichts dran ist. Sie stellte klar, dass die Behauptungen, sie würde Leute kontaktieren um über ein neues Album zu sprechen, einfach nur „Müll“ seien. „Ich werde nie wieder in die Musikindustrie zurückkehren! Wenn ich schreibe, schreibe ich zum Spaß oder ich schreibe für andere Leute“, erklärte sie. Sie habe in den vergangenen zwei Jahren ungefähr zwanzig Songs für andere Leute geschrieben. Sie sei Ghostwriter, was ihr „ehrlich gesagt Spaß“ mache.

Ihre Autobiographie sorgt für Medienrummel

Statt neue Musikstücke hat die US-Sängerin ihre Memoiren veröffentlicht: „The woman in me“. Darin schreibt sie über ihre Liebe zu ihrem Partner aus Jugendtagen Justin Timberlake und über die erdrückende, jahrelange Vormundschaft ihres Vaters. Die Autobiographie, geschrieben in einer fast kindlichen, naiven Sprache, sorgte wieder für ein weltweites Medienecho. Viele fühlten mit dem Star und konnten zum ersten Mal nachvollziehen, durch welch harte Zeiten Britney Spears gegangen ist.

Britney Spears größte Hits

  • 2016: “Make Me…“
  • 2015: “Pretty Girls“ (mit Iggy Azalea)
  • 2012: “Scream & Shout“ (mit will.i.am)
  • 2011: “S&M“ (mit Rihanna)
  • 2011: “Hold It Against Me“
  • 2008: “Womanizer“
  • 2004: “My Prerogative“
  • 2004: “Toxic“
  • 2002: “I Love Rock ’n‘ Roll“
  • 2002: “I’m Not a Girl, Not Yet a Woman“
  • 2001: “I’m a Slave 4 U“
  • 2000: “Stronger“
  • 2000: “Oops! … I Did It Again“
  • 1999: “(You Drive Me) Crazy“
  • 1998: “… Baby One More Time“

Britney’s Alben

  • 2016: “Glory“
  • 2013: “Britney Jean“
  • 2011: “Femme Fatale“
  • 2008: “Circus“
  • 2007: “Blackout“
  • 2003: “In the Zone“
  • 2001: “Britney“
  • 2000: “Oops! … I Did It Again“
  • 1999: “… Baby One More Time“

Steckbrief Britney Spears

  • Vorname: Britney Jean
  • Name: Spears
  • geboren: am 2. Dezember 1981, McComb, Mississippi / USA
  • Grösse: 163 cm
  • Ihre Partner: Sam Asghari (2016-2023, verheiratet von 2022-2023); Charlie Ebersol (2014–2015); Jason Trawick (2011–2013); David Lucado (2013–2014); Adnan Ghalib (2007–2009); Kevin Federline (geschieden, 2004–2007); Jason Alexander (geschieden, 2004 ); Fred Durst (2002); Justin Timberlake (1999-2002); Robbie Carrico (1998–1999); Reg Jones (1996–1998)
  • Kinder: Sean Federline (geboren 2005), Jayden James Federline (geboren 2006)



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